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Internationale Tagung zur historischen Kulturlandschaftsforschung in Leipzig

08.09.2010 - (idw) Leibniz-Institut für Länderkunde

Unter der Überschrift Homogenisierung und Diversifizierung von "Kulturlandschaften kommen Experten verschiedenster Fachrichtungen vom 15. bis 18. September in Leipzig zusammen, um neueste Erkenntnisse der historischen Kulturlandschaftsforschung zu diskutieren. Anlass ist die 37. internationale Tagung des Arbeitskreises für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa ARKUM. Die rund 350 Mitglieder dieses Arbeitskreises aus allen Ländern Mitteleuropas beschäftigen sich in Lehre und Forschung mit der Genese und dem Wandel der Kulturlandschaft in ihrer historischen Tiefe. Dazu pflegen sie seit knapp vier Jahrzehnten die interdisziplinäre Zusammenarbeit vor allem von Archäologen, Historikern und Geographen. Die intensive Auseinandersetzung mit Methoden und Begriffen der historischen Kulturlandschaftsforschung von der Archäologie, über die Interpretation von Archivalien und Karten, die Auswertung von Landschaften als Träger von Geschichtlichkeit bis zur Integration naturwissenschaftlicher Befunde kennzeichnet diese Zusammenarbeit. Fragen der Umsetzung der Grundlagenforschungen in die Planungsprozesse und die Umweltbildung widmet sich die ARKUM-Arbeitsgruppe für Angewandte Historische Geographie.

Mitorganisatoren der Leipziger Tagung mit Vorträgen und Kurzbeiträgen, einem thematischen Stadtrundgang und einer Exkursion mit den Zielen Dübener Heide, Elbaue und Lutherstadt Wittenberg sind das Leibniz-Institut für Länderkunde sowie das Institut für Geographie und das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig.

Für den Eröffnungsvortrag am Mittwoch, 15. September, konnte Prof. Dr. Anngret Simms von der School of Geography, Planning & Environmental Policy am University College Dublin gewonnen werden. Sie wird zum Thema Homogenisierung und Diversifizierung von Kulturlandschaften in einer europäischen Perspektive sprechen. Am zweiten Tag der Veranstaltung stehen Referate zu Tendenzen und Prozessen, die von der Antike bis zur frühen Neuzeit zu einer Vereinheitlichung, aber auch zur Abgrenzung von Siedlungslandschaften führten, auf dem Programm. Am Freitag wird der Fokus auf die Entwicklung der agraren Kulturlandschaft in Mitteleuropa seit dem Hochmittelalter gelegt und ein Ausblick auf die Einflüsse der Europäischen Union sowie der erneuerbaren Energien auf das Landschaftsbild gegeben. Im Anschluss an einen Veranstaltungsblock mit 15-minütigen Kurzbeiträgen, in denen insbesondere Projekte von Nachwuchswissenschaftlern präsentiert werden, findet die ARKUM-Mitgliederversammlung statt. Die Exkursion am Samstag wird Dr. Christian Zschieschang vom GWZO Leipzig leiten.

Tagungsort ist das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO), Specks Hof, Grimmaische Straße 13-15. www.uni-leipzig.de/gwzo

Das vollständige Programm sowie weitere Informationen zum Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa finden Sie unter wwww.kulturlandschaft.org. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Haik Thomas Porada, Leibniz-Institut für Länderkunde, T. +49 341 600 55-146.
Weitere Informationen: http://www.ifl-leipzig.de http://www.uni-leipzig.de/gwzo http://wwww.kulturlandschaft.org
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