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Institut für Sport- und Präventivmedizin zum FIFA Medical Centre of Excellence ernannt

10.09.2010 - (idw) Universität des Saarlandes

Gemeinsame Pressemitteilung der Universität des Saarlandes und des Weltfußballverbandes FIFA

Die Betreuung der deutschen Fußballnationalmannschaft, die Versorgung von Kader-Athleten und wissenschaftliche Kompetenz in der Fußballforschung zeichnen das Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes aus. Es gewährleistet nicht nur eine hochwertige sportmedizinische Versorgung, sondern erfüllt auch die hohen Qualitätsansprüche der FIFA. Deshalb wurde das Institut nun als eines von 18 Instituten weltweit zum FIFA Medical Centre of Excellence ernannt. Die FIFA empfiehlt aktiven Fußballspielern explizit, bei diesen Exzellenzzentren medizinischen Rat zu suchen. Seit vielen Jahren besitzt das Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes eine hohe sportmedizinische Kompetenz. Sein Ärztlicher Direktor, Professor Tim Meyer, ist seit 2001 Mannschaftsarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft. Meyers Vorgänger, der renommierte Sportmediziner Professor Wilfried Kindermann, leitete bis September 2008 das Institut und war außerdem ebenfalls langjährig als Mannschaftsarzt der deutschen Fußballnationalelf sowie als Leitender Arzt der deutschen Olympiamannschaft und des Deutschen Leichtathletik-Verbandes tätig.

Die Wissenschaftler am Saarbrücker Institut für Sport- und Präventivmedizin betreuen Athleten des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland und betreiben Fußballforschung und Prävention. Durch die Ernennung zum FIFA Medical Centre of Excellence wird die Kompetenz unseres Instituts für Sport- und Präventivmedizin in besonderem Maße auch von der FIFA anerkannt. Damit spielt das Institut jetzt auch in der Welt-Liga ganz weit vorne mit, darauf sind wir als Universität natürlich sehr stolz, sagte Universitätspräsident Professor Volker Linneweber bei der Feier anlässlich der offiziellen Ernennung.

Wir freuen uns, das Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes in unser weltweites Netzwerk aufnehmen zu können, sagt Professor Jiri Dvorak, FIFA-Chefarzt und Vorsitzender des medizinischen Auswertungs- und Forschungszentrums der FIFA F-MARC. Uns geht es um weit mehr als nur optimale Behandlung von Spitzenspielerinen und -spielern. Die Strategie des medizinischen Komitees der FIFA beruht zuallererst auf evidenzbasierter und damit wirksamer Vorbeugung und Aufklärung. Im Rahmen unseres Football for Health-Programmes stellt Fußball einen umfassenden Ansatz zur Verbesserung der Volksgesundheit dar, und zwar sowohl durch den präventiven Wert des Spielens selbst als auch als wichtiges Instrument in der Erziehung und Ausbildung von Spielern, Trainern, Administratoren und Ärzten.

Diese Auszeichnung erfüllt uns im Saarland mit Stolz, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Sportministerin des Saarlandes weiter: Das Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes, dazu die angebundene Hermann-Neuberger-Sportschule mit Sitz des Landessportverbandes für das Saarland, der Olympiastützpunkt Rheinland/Pfalz-Saarland und die BSA-Akademie lassen diese Kleinstadt am Rande der Landeshauptstadt zu einem einzigartigen Areal für Spitzen- und Breitensportler werden. Diese Einzigartigkeit wird mit der Ernennung des Instituts zum FIFA Medical Centre of Excellence unterstrichen. Das Institut mit Professor Tim Meyer als ausgewiesenem Experten an der Spitze ist ein Aushängeschild für den Sport und das Saarland insgesamt.

Bei uns steht nicht nur die Akutbehandlung von Kaderathleten und Fußballern im Vordergrund, sondern auch die Prävention von Sportverletzungen und anderweitigen Schädigungen. Damit verfolgen wir das gleiche Ziel wie die FIFA: die Gesundheit von Fußballspielerinnen und -spielern durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu schützen und den Fußball als Präventivsport für jedermann zu fördern, sagt Tim Meyer, der Ärztliche Direktor des Instituts. Er ist nicht nur als Mannschaftsarzt der deutschen Fußballnationalelf aktiv im Einsatz, sondern treibt auch die Forschung voran. So wurden am Institut beispielsweise Studien zur Verletzungshäufigkeit von Bundesliga-Spielern und zur Wirkung von Fußballtraining bei übergewichtigen Kindern durchgeführt. Zudem bietet das Institut sportmedizinische Betreuung und Beratung für Verbände wie etwa für den Deutschen Fußball-Bund oder den Deutschen Badminton-Verband an. Ambitionierte Sportler können sich dort leistungsdiagnostisch beraten und untersuchen lassen. Für Patienten bietet das Institut eine sportmedizinische Ambulanz an. Nach der Ernennung des Instituts für Sport- und Präventivmedizin zum FIFA Medical Centre of Excellence wird erwartet, dass in Zukunft noch mehr aktive Fußballspieler das Institut konsultieren.

In die Wege geleitet wurde die Ernennung vom medizinischen Komitee der FIFA mit Unterstützung des medizinischen Auswertungs- und Forschungszentrums des Weltfußballverbandes FIFA. F-MARC vereint internationale Spezialisten der Sportmedizin im Fußball und hat weltweit die Anerkennung von FIFA Medical Centres of Excellence organisiert. Das Netzwerk soll Anlaufstellen für alle medizinischen Fragen im Zusammenhang mit Fußball bieten. Außerdem sollen zentrale wissenschaftliche Fragestellungen im Zusammenhang mit Fußball im Rahmen weltweiter Kooperationsprojekte bearbeitet werden.


Kontakt:
Prof. Dr. med. Tim Meyer
Tel. 0681/302-3750
E-Mail: tim.meyer@mx.uni-saarland.de

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern und Studenten der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-4022) richten.
Weitere Informationen: http://www.sportmedizin-saarbruecken.de http://www.uni-saarland.de/pressefotos
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