Symbiose zwischen Galaxien und Schwarzen Löchern17.07.2003 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Überraschende Entdeckung eines deutsch-amerikanischen Forscherteams: Schwarze Löcher und ihre "Wirts-Galaxien" wachsen stets gemeinsam
Entstehung und Wachstum superschwerer Schwarzer Löcher ist immer eng mit dem Anwachsen ihrer Wirts-Galaxien verbunden. Zu diesem neuen, unerwarteten Ergebnis sind Forscher des Max-Planck-Instituts für Astrophysik, Garching, und der Johns Hopkins University/USA vor kurzem gekommen. Dazu hatten sie die Daten von mehr als 120.000 Galaxien unserer kosmischen Nachbarschaft ausgewertet, die durch den Sloan Digital Sky Survey (SDSS) beobachtet wurden. Dabei zeigten mehr als 20.000 Galaxien charakteristische Spektralindizien sowohl für das Wachstum des Schwarzen Lochs als auch für die Entstehung von vielen jungen Sternen. Damit ist es den Wissenschaftlern gelungen, ein lang gesuchtes Puzzlestück zu finden, das nun Galaxien und Schwarze Löcher miteinander verbindet: Ihre Entstehung und ihr Wachstum treten immer zusammen auf und bilden dadurch eine Art symbiotischer Beziehung. Die Forscher präsentieren diese neuen Resultate auf der diesjährigen Hauptversammlung der Internationalen Astronomischen Union am 16. Juli 2003 in Sydney.
| uniprotokolle > Nachrichten > Symbiose zwischen Galaxien und Schwarzen Löchern | |
|