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Pflanzeninhaltsstoffe sollen Nahrungsmittel gesünder machen

20.09.2010 - (idw) Steinbeis-Europa-Zentrum

Unter der Federführung des Steinbeis-Europa-Zentrums haben sich 17 Netzwerkpartner aus Industrie, Forschung und Marketing zusammengeschlossen, um das Thema Bioaktivität und Gesundheit in Baden-Württemberg voranzutreiben. Gefördert wird das Netzwerk über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ZIM des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Das Netzwerk konzentriert sich auf bioaktive pflanzliche Inhaltsstoffe mit einer positiven, vorbeugenden Wirkung auf die Gesundheit. Pflanzeninhaltsstoffe sollen Nahrungsmittel gesünder machen

Am Montag, den 20.09.2010, findet die offizielle Auftaktveranstaltung des Netzwerks Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel in Stuttgart statt. Unter der Federführung des Steinbeis-Europa-Zentrums haben sich 17 Netzwerkpartner aus Industrie, Forschung und Marketing zusammengeschlossen, um das Thema Bioaktivität und Gesundheit in Baden-Württemberg voranzutreiben. Gefördert wird das Netzwerk über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ZIM des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Das Steinbeis-Europa-Zentrum will dieses Netzwerk bis Juli 2011 ausbauen und nachhaltig in Baden-Württemberg etablieren.

Das Thema Ernährung und Gesundheit rückt immer stärker in den Fokus von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Wichtigster Grund hierfür ist, neben zunehmenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, der deutliche Anstieg von Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Gefäßkrankheiten und Diabetes mellitus Typ 2 auf Grund von Übergewicht. So liegt Deutschland heute bei der Zahl der übergewichtigen oder sogar fettleibigen Menschen europaweit auf Platz eins; ca. 75 % der deutschen Männer und 60% der Frauen bringen laut einer Studie der International Association for the Study of Obesity aus dem Jahr 2007 zu viele Kilos auf die Waage.

Einen positiven Beitrag zur Prävention und Bekämpfung dieser gesundheitlichen Probleme können, neben dem Appell an mehr Fitness und Bewegung und der Behandlung mit Medikamenten, auch innovative Produkte der Lebensmittelindustrie bieten. Vermehrt werden Nahrungsmittel entwickelt, die mit zusätzlichen pflanzlichen bioaktiven Inhaltsstoffen angereichert sind und dadurch einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. So können pflanzliche Inhaltsstoffe z.B. die Fettverbrennung steigern und dadurch die Bluttfettwerte senken oder bewirken, dass sich weniger Bluttfettpartikel an den Gefäßwänden ablagern und damit Gefäßverengungen entgegen wirken. Diese sogenannten funktionellen Lebensmittel werden zunehmend beliebter und verzeichnen ein überdurchschnittliches Wachstum.

Das Netzwerk ,Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel wird einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Innovation und der Technologiekooperation sowie für das Marketing dieser Produkte in Baden-Württemberg mit seinem traditionell starken Ernährungssektor liefern, sagte der Europabeauftragte des Wirtschaftsministers und Direktor des Steinbeis-Europa-Zentrums, Prof. Dr. Norbert Höptner am 20.09.2010 in Stuttgart.

Wir nutzen dieses Netzwerk, um regionale Kooperationen aufzubauen und einen weiteren Zugang zur Lebensmittelindustrie zu bekommen. Damit erhoffen wir uns einen positiven Beitrag für die weitere Akzeptanz für und Aufklärung über diese innovativen Produkte, so Dr. Dietrich Paper von der Anoxymer GmbH in Esslingen; Mitglied im Netzwerk.

Das Netzwerk konzentriert sich auf bioaktive pflanzliche Inhaltsstoffe mit einer positiven, vorbeugenden Wirkung auf die Gesundheit. 17 Partner aus Forschung und Industrie wollen die Kompetenzen in Baden-Württemberg bündeln und umfassender über die Potentiale der bioaktiven pflanzlichen Inhaltsstoffe informieren. Diese sollen besser erforscht und verstärkt in der Lebensmittelindustrie und Medizin eingesetzt werden. Zugleich möchte man die Verbraucher für das Thema sensibilisieren. Im Zentrum der Aktivitäten stehen dabei insbesondere Wirkstoffe zur Prävention und Bekämpfung von Übergewicht und Fettleibigkeit und den damit verbundenen Krankheiten (wie z.B. Diabetes und chronische Entzündungen) sowie Wirkstoffe zur Unterstützung der Regeneration von Zellen und Organen.

Kompetenzen des Netzwerks
Die Netzwerkpartner setzen sich aus Forschungseinrichtungen mit pflanzenbiologischen Kompetenzen beim Anbau und der Extraktion der Pflanzeninhaltsstoffe und aus mittelständischen Unternehmen der Biotechnologie, die diese Inhaltsstoffe analysieren, zusammen. Zusätzlich sind auch Netzwerkseinrichtungen im Bereich der Ernährungsmedizin und Datenaufbereitung Partner im Netzwerk. Durch die enge Zusammenarbeit und den regelmäßigen Austausch der Partner profitieren alle von dem Netzwerk: die bereits vorhandenen Entwicklungen und Erfahrungen werden im Netzwerk gebündelt und gemeinsam weiterentwickelt, um so unter anderem einen standardisierten Prozess für die Analyse und Diagnostik der Inhaltsstoffe abbilden zu können.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) koordiniert das Netzwerk: Es nimmt für die Dauer von zunächst einem Jahr die Rolle des Netzwerk-Managers ein und trägt dafür Sorge, das sich in dieser Zeit nachhaltige Strukturen und Finanzierungsmittel aufbauen können, die es dem Netzwerk danach ermöglichen, selbständig weiter zu bestehen. Dabei kann das SEZ seine 20 jährige Erfahrung als Projektkoordinator und Projektpartner in zahlreichen europäischen Projekten und im Technologietransfer einbringen.

Die baden-württembergischen Partner sind:
Anoxymer GmbH, BioLAGO e.V., BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, BioRegio STERN Management GmbH, BioTeSys GmbH, Delta Systemtechnik Horn GmbH, Institut für biochemische Analysen und Methodenentwicklung (IBAM), Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen/ Institut für angewandte Forschung, Fachgebiet Pflanzenbau und Qualitätsmanagement, Marketing und Absatzförderungsgesellschaft für Agrar- und Forstprodukte aus Baden-Württemberg (MBW), Universität Hohenheim/ Institut für Pflanzenbau und Grünland, Universität Hohenheim/ Institut für Ernährungsmedizin, Universität Heidelberg / Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, Abt. Biologie, Hochschule Esslingen, Fakultät für angewandte Naturwissenschaften/ Biotechnologie, Hochschule Mannheim/ Institut für anorganische Chemie in der Fakultät für Biotechnologie, Varionostic GmbH, Vivacell Biotechnology GmbH.

Der Schweizer Partner ist das Institut für angewandte Biochemie (IABC) im Kanton Thurgau.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum Ihr Partner für Innovation in Europa
Der Europabeauftragte und seine operative Einheit, das Steinbeis-Europa-Zentrum, unterstützen die Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg seit 1990 bei der Akquisition europäischer Fördergelder, bei der Generierung von Projektideen sowie bei der Antragstellung, Durchführung und beim Projektmanagement von europäischen Projekten. Als Nationale Kontaktstelle für KMU in Baden-Württemberg im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie bietet das SEZ Hilfestellung für kleine und mittlere Unternehmen. Für die Hochschulen steht es im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg als EU-Beratungsstelle zur Verfügung. Als Partner im Enterprise Europe Network ist das SEZ von der Europäischen Kommission damit beauftragt, Innovationen zu stimulieren, vor allem kleine und mittlere Unternehmen in das 7. Forschungsrahmenprogramm zu integrieren und die Nutzung der Ergebnisse europäischer Forschung und Technologieentwicklung zu fördern. Sieben Industrie- und Handelskammern, das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, das Steinbeis-Europa-Zentrum sowie Handwerk International bilden das Enterprise Europe Network Baden-Württemberg.


Leitung:
Prof. Dr. Norbert Höptner, Europabeauftragter des Wirtschaftsministers Baden-Württemberg
Dr.-Ing. Petra Püchner, Dr. rer. nat. Jonathan Loeffler

Netzwerkmanager für das ZIM NEMO Netzwerk:
Hartmut Welck, Tel.
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