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Spitzenpreis für Nachwuchswissenschaftler

22.09.2010 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Er ist Spanier und hat sich dafür entschieden, die nächsten fünf Jahre an der Uni Würzburg zu forschen. Am Institut für Organische Chemie will Gustavo Fernández intelligente Materialien entwickeln. Die Humboldt-Stiftung unterstützt ihn dabei mit ziemlich viel Geld. Moleküle reagieren aufeinander, etwa indem sie Bindungen eingehen oder einander abstoßen - manchmal in einer so sinnvollen Weise, als ob ein geheimer Plan ihr Tun leiten würde. Ob und welche Systematik hinter dem Verhalten bestimmter Moleküle steckt und wie sie sich möglicherweise steuern lassen, untersucht Gustavo Fernández an Oligomeren, also an Molekülen, die aus mehreren strukturell gleichen oder ähnlichen Einheiten aufgebaut sind.

1,65 Millionen Euro Preisgeld für Forschung an intelligenten Materialien

Und er tut dies in den kommenden fünf Jahren an der Universität Würzburg am Lehrstuhl für Organische Chemie II von Professor Frank Würthner. Gustavo Fernández ist Träger des Sofja-Kovalevskaja-Preises, den die Alexander-von-Humboldt-Stiftung in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben hat. Das Preisgeld beträgt 1,65 Millionen Euro. Damit kann Fernández seine eigene Forschungsgruppe aufbauen und in den kommenden Jahren finanzieren.

Fernández` Ziel ist es, intelligente Materialien zu entwickeln, deren Eigenschaften gezielt beeinflusst werden können. Sie sollen neue Anwendungen in verschiedensten Bereichen von der Sensorik bis zur Biomedizin ermöglichen. Dafür erforscht er, wie sich bestimmte Oligomere in Wasser organisieren und wie sie auf externe Einflüsse wie Metallionen oder Licht reagieren.

Der gute Ruf des Lehrstuhls von Frank Würthner speziell und der der gesamten Fakultät für Chemie und Pharmazie habe ihn dazu bewogen, sich für die Uni Würzburg zu entscheiden, sagt der Spanier. Darüber hinaus biete Deutschland einem Nachwuchswissenschaftler deutlich bessere Möglichkeiten als seine Heimat. Würzburg habe er vorher nicht gekannt; die Stadt gefalle ihm aber wirklich toll.

Gustavo Fernández Lebenslauf

Dr. Gustavo Fernández, geboren 1979 in Spanien, studierte Chemie an der Universidad Complutense Madrid, wo er 2009 promoviert wurde. 2006 führte ihn ein mehrmonatiger Forschungsaufenthalt nach Los Angeles, USA. Seit Mai 2009 forscht Fernández als Stipendiat der Humboldt-Stiftung an der Universität Würzburg.

Der Sofja-Kovalevskaja-Preis

Mit dem Sofja-Kovalevskaja-Preis holt die Alexander-von-Humboldt-Stiftung die besten Nachwuchswissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Forschungsaufenthalten an deutsche Einrichtungen.

Der seit 2002 zum fünften Mal verliehene Preis ist zurzeit einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise in Deutschland und ermöglicht wissenschaftliche Arbeit zu einzigartigen Konditionen: Fünf Jahre lang können die jungen Forscher ohne administrative Zwänge an einem Institut ihrer Wahl arbeiten und eigene Nachwuchsforschergruppen aufbauen. Das Preisgeld von jeweils bis zu 1,65 Millionen Euro stammt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Insgesamt hat die Stiftung in diesem Jahr den Preis an 15 Wissenschaftler vergeben.

Kontakt: Dr. Gustavo Fernández, Lehrstuhl für Organische Chemie II, E-Mail: gustavo.fernandez@uni-wuerzburg.de

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