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Aikido in der Organisations- und Personalentwicklung

18.07.2003 - (idw) Universität Augsburg

Vom 25. bis zum 27. Juli 2003 findet an der Universität Augsburg die 5th International Conference of Aiki Extensions statt --


Aikido-Anwendungen im Management und bei der Organisations- und Personalentwicklung sind Thema der 5th International Conference of Aiki Extensions, die vom 25. bis zum 27. Juli 2003 im Sportzentrum der Universität Augsburg stattfindet. Ausgerichtet vom Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) der Universität Augsburg, handelt es sich um die erste Fachkonferenz der Aiki Extensions Inc., Chicago (Ill.), USA, außerhalb der Vereinigten Staaten. Erwartet werden rund 40 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gäste sind willkommen.

Aiki Extensions Inc. ist eine Non-Profit-Organisation, die erweiterte Anwendungen der japanischen Bewegungskunst Aikido ideell und materiell weltweit unterstützt. Sie wurde 1998 von dem amerikanischen Soziologen Donald Levine gegründet, umfasst mittlerweile über 200 Mitglieder und richtet - neben anderen Aktivitäten - einmal jährlich eine Fachkonferenz aus. Die diesjährige, fünfte Konferenz findet - bedingt durch die Kooperation mit dem Augsburger ZWW - zum ersten Mal außerhalb der USA statt und thematisiert Anwendungen des Aikido im Management und im Rahmen der Organisations- und Personalentwicklung. 17 namhafte Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland - unter ihnen der Präsident von Aiki Extensions Inc., Professor Donald Levine - werden ihre Projekte in Vorträgen, Foren und Workshops präsentieren und zur Diskussion stellen.

POTENTIAL FÜR ORGANISATIONS- UND PERSONALENTWICKLUNG

Die Veranstaltung, richtet sich insbesondere an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die über Vorerfahrungen in Aikido oder in der Arbeit mit Aikido-Erweiterungen verfügen; sie will Aikido-AnwenderInnen mit einem interessierten Fachpublikum in Berührung bringen und den Gedankenaustausch zwischen Aikido-AnwenderInnen anregen; weiterhin bietet die Konferenz eine Lernumgebung, in der das Potenzial von Aikido für die Organisations- und Personalentwicklung erforscht werden kann, sie eröffnet die Möglichkeit, gemeinsam Entwicklungsperspektiven in diesem Anwendungsfeld auszuloten; und nicht zuletzt soll die Umsetzung von Aikido-Erweiterungen im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung durch die Bildung von Kontakten, Kooperationen und Synergien gefördert werden.

AIKIDO: KRÄFTE IN EINKLANG BINGEN

Aikido ist eine japanische Bewegungskunst, die darauf abzielt, Kräfte in Einklang zu bringen. Dabei geht es um die Herstellung der Balance zwischen Körper, Geist und Seele, zwischen Mensch und Natur und nicht zuletzt zwischen den Menschen als Mitgliedern einer sozialen Gemeinschaft. Aikido verwendet Bewegungsformen, mit deren Hilfe man zwischenmenschliche Konflikte auf schöpferische Weise in konstruktive Formen der Zusammenarbeit verwandeln kann.

AIKI EXTENSIONS: VIELFÄLTIGE ANWENDUNGSBEREICHE

Unter Aikido-Erweiterungen ("Aiki Extensions") versteht man alle Ansätze, die über das Training in einer traditionellen Übungsstätte hinausgehen und geeignet sind, die Aikido-Prinzipien in andere Lebens- und Arbeitsbereiche zu übertragen: Geschäftswelt, Heilkunst, Mediation (Konfliktregelung), öffentliche Sicherheit (Gewaltprävention), Jugendpädagogik, berufliche Erwachsenenbildung usw.

Drei verschiedene Arten von Aikido-Erweiterungen wurden bisher konzeptionell entwickelt und praktisch erprobt:
1. Konventionelles Aikido-Training in unkonventionellen Settings: Damit sind Programme gemeint, die reguläres Aikido-Training an Orten wie z. B. Schulen, Jugend- und Beratungszentren, Strafanstalten oder psychiatrischen Kliniken anbieten.
2. Die Verwendung spezifischer Aikido-Bewegungen "jenseits der Matte": Auf der Basis ausgewählter Bewegungsmuster und Übungsverfahren werden die Prinzipien des Aikido (z. B. Zentrierung, "Aus-der-Angriffslinie-Treten", Neutralisierung von Aggression) auf andere Kontexte übertragen, z. B. auf Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen, auf die berufliche Weiterbildung, auf psychotherapeutische Interventionen oder auf Körperarbeit.
3. Die Anwendung von Aikido-Prinzipien auf nicht-körperliche Weise: Durch die Nutzung von Analogien werden die Prinzipien des Aikido (z. B. Kontaktaufnahme, Perspektivenwechsel, Umlenken der Angriffsenergie) auf den Bereich der verbalen Kommunikation übertragen. Haupteinsatzgebiet des "verbalen Aikido" sind Trainings zum Erwerb kommunikativer und sozialer Kompetenzen (z. B. Verhandlungsführung, Konfliktmanagement).
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WEITERE INFORMATIONEN:
http://www.aiki-extensions.org/events

KONTAKT:
PD Dr. Peter Schettgen, Universität Augsburg, Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW), 86135 Augsburg, Telefon 0821/598-4021, Fax 0821/598-4213, schettgen@zww.uni-augsburg.de, http://www.zww.uni-augsburg.de
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PROGRAMM:

Freitag, 25. Juli 2003

Vormittag

* The Many Dimensions of Aiki Extensions (Donald Levine, Chicago, IL)
* Organizational Aesthetics and the Art of Leadership (Jack Richford, Richmond, VA)

Nachmittag

* Go and Wash Your Plate. Or: How to Teach Aikido to "Human Resources"? (Martin Gruber, Birach)

Samstag, 26.Juli 2003

Vormittag

* Managing Schools - Conflict Management on All Levels (Ernst Friedrich, Michael Pest, Stephan Daniel Richter & Markus Gante-Walter, Munich)

Nachmittag

* Aikido, Systemic Sculpture, and Team Supervision (David Sikora, Limburg)

Sonntag, 27. Juli 2003

Vormittag

* Mediation: The Martial Art without Sword (Harald Melchior, Munich)

* How to Use an Attack as a Tool (Carlo Küster, Inning)
* Business Energy (Frank Käppler & Werner Möstl, Offenhausen)

Nachmittag

* Friend or Foe? Aiki Reframing as a Mode of Reality Construction (Peter Schettgen, Augsburg)
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