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IVAM-Produktmarkt High-tech for Medical Devices auf der COMPAMED/MEDICA

27.09.2010 - (idw) IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Die COMPAMED, international führende Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizinischen Fertigung, öffnet vom 17. bis 19. November 2010 innerhalb der MEDICA in Düsseldorf ihre Tore. Experten der Medizintechnik-Industrie zeigen auf dem IVAM-Produktmarkt und -Forum High-tech for Medical Devices neueste Entwicklungen von Kunststoff- und Glaskomponenten über Materialanalysen bis hin zu Implantaten und Mikropumpen. Themenschwerpunkte sind unter anderem Neue Materialien, Mikrosensorik, Systemintegration und Qualitätssicherung. Das Thema Electronic Manufacturing Services ist ein Highlight, das im Rahmen einer Sonderschau auf dem Produktmarkt präsentiert wird. Der Produktmarkt und das Forum werden vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik organisiert.

Qualitätssicherung für medizintechnische Produkte

Eine zerstörungsfreie Messung der Oberflächentextur, -behandlung, -rauheit, -welligkeit, -krümmung und -neigung von großen Proben gelingt mit dem neuen optischen 3D-Oberflächenprofilometer NPFLEX der Veeco Instruments GmbH, welches auf der berührungslosen, zerstörungsfreien Weißlicht-Interferometrie basiert. Das Metrologiesystem wurde speziell für die Untersuchung von großen und unhandlichen Proben entwickelt und besteht aus einer offenen Brückenkonstruktion, welche einen uneingeschränkten Zugang und kundenspezifische Fixierungen ermöglicht. Die ContourGT Produktfamilie ist Veecos zehnte Generation von berührungslosen, optischen 3D-Oberflächenprofilometern und erreicht bei anspruchsvollen Applikationen bis zu 10-fach höheren Durchsatz gegenüber anderen Systemen.

Das hochauflösende optische 3D-Messgerät InfiniteFocus der Alicona Imaging GmbH wird in der Dentalindustrie unter anderem Qualitätssicherung von Zahnimplantaten genutzt. Dabei ist vor allem die flächenhafte und vollständige Messung der Rauheit entscheidend. Sie hat wesentlichen Einfluss darauf, wie schnell und dauerhaft das Implantat mit dem Kieferknochen verwächst. Wichtig ist, dass die Rauheit auch am Gewindegrund gemessen werden kann. Die Fokus-Variation, auf der InfiniteFocus basiert, erzielt auch bei steilen Flanken hochauflösende Ergebnisse. Das ermöglicht die wiederholgenaue und rückführbare Rauheitsmessung selbst am Gewindegrund von Komponenten. Anwender erzielen Ergebnisse in einer vertikalen Auflösung von bis zu 10nm.

Die NanoFocus AG präsentiert auf dem IVAM-Produktmarkt flexible und zuverlässige 3D-Oberflächenmesssysteme für medizintechnische Anwendungen. Die Produktlinien µsurf, µscan und µsprint bieten berührungslos Einblicke bis in die Mikro- und Nanometerdimension sowie Analysen nach aktuellen DIN EN ISO-Standards. Die hochpräzisen Messsysteme sind für die Messung von Rauheit, Mikrogeometrie, Topografie sowie Schichtdicken einsetzbar vom Entwicklungslabor bis hin zur Inline-Produktionskontrolle. Im Mittelpunkt der Präsentation wird das neue Konfokalmikroskop µsurf basic stehen. Es ist für Messaufgaben in der medizintechnischen Forschung zugeschnitten, wie z.B. für Verschleißanalysen an Zahnreplikaten, Messung von Rauheit und Gewinden an Dentalimplantaten sowie für die Laserchirurgie und Mikrofluidik.

Die Fries Research & Technology GmbH (FRT) bietet Oberflächenmesstechnik von der Forschung bis zur Produktionskontrolle. Die Geräte von FRT messen berührungslos und zerstörungsfrei Topographie, Profil, Schichtdicke, Rauheit, Verschleiß und viele andere Parameter.

Innovative Materialien für medizinische Anwendungen

Auf der COMPAMED 2010 stellt die Abteilung Biomaterial-Technologie des Fraunhofer IFAM erneut ihre Expertise auf dem Gebiet der Material- und Prozessentwicklung für Biomaterialien vor. So werden z.B. Produkte mit funktionalisierten Titan-Oberflächen präsentiert, die ein verbessertes Einwachsen von Implantaten ermöglichen. Zudem werden Interferenzschrauben aus einem neuartigen Calciumphosphat-PLA-Komposit vorgestellt. Darüber hinaus zeigt das Fraunhofer IFAM Komponenten aus biomimetisch modifizierten, gehärteten Biopolymeren. Alle Materialien können durch Spritzgieß- und Extrusionsprozesse verarbeitet und in Serie zu komplexen Geometrien geformt werden, wobei besonderes Augenmerk auf Sonderverfahren wie Pulverspritzgießen und der Fertigung von Mikroteilen und definiert strukturierten Oberflächen liegt.

Auch in diesem Jahr präsentiert der Parylene-Spezialist Specialty Coating Systems aus den USA auf der COMPAMED 2010 seine Technologie für absolut konforme und extrem dünne Beschichtungen. Parylene ist ein biokompatibles sowie biostabiles Polymer, welches eine exzellente Feuchte-, Chemikalien- und Strombarriere für viele Medizintechnikapplikationen wie z.B. Koronarstents, Katheter, Herzschrittmacher, Nadeln, Mandrells und verschiedenen Dichtungen bietet. Durch die ultradünne und angepasste Beschichtung ist es eine optimale Lösung für die moderne Medizintechnik.

Jenoptik Polymer Sytems richtet das optoelektronische Leistungsspektrum der Firma im Bereich Rapid Diagnostics auf die ständig steigenden Anforderungen des Marktes bei Geräten und Testverfahren aus. Sensibilität und Spezifität der Halbleiter- und Optikkomponenten sollen dabei der vollen Bandbreite aktueller und zukünftiger Assays und Marker sowie der Fülle der Detektionsarten gerecht werden. Jenoptik kann dabei auf die Erfahrung aus der Entwicklung und Fertigung von über 100 Mio. Detektionsmodulen und -komponenten zurückgreifen. Die Detektionsmodule können extrem engbandig auf den jeweils benötigten Wellenlängen in einem Bereich zwischen UV 350 nm und NIR 1750 nm eingesetzt werden. Durch spezielle Optikkomponenten, wie Linsen und Filter, wird ein Optimum aus Energieeintrag in der Probe einerseits und an Signalerkennung anderseits erreicht werden.
Der Schweizer Hersteller von mikrostrukturierten Glaskomponenten für die Medizintechnik, IMT Masken und Teilungen, sieht eine Änderung im Markt. Bio-chips, Sensorelemente, Wellenleiter und Mikrokanäle bieten wir seit Jahren an, erläutert General Manager Dr. Alexios Paul Tzannis, die Nachfrage ändert sich jetzt von Kleinserien für Prototypen Richtung große Serien für die industrielle Fertigung. IMT bietet eine breite Palette von kundenspezifischen Glaselementen für die Medizintechnik an. Unsere Erfahrung mit Mikrokanälen, Elektroden, optische Wellenleiter und Beschichtungen kombiniert mit unserer Fähigkeit, auch große Serien herzustellen, ist weiterhin sehr gefragt. Glas hat Vorteile in einigen Applikationen in der Mikrofluidik und Biophotonik - wir freuen uns in diesem spannenden Feld mitmachen zu dürfen.

Chemviron Carbon Cloth Division aus Großbritannien ist ein führender Hersteller für ZORFLEX Aktivkohlegewebe. Das Gewebe wird zu 100% aus Kohle hergestellt. Seine einzigartige Kohleoberfläche filtert, reinigt und schützt Luft und Wasser durch die Adsorption einer Vielzahl von organischen Chemikalien und wird daher für medizinische Anwendungen wie Wundverbände (z.B. Carbosorb, Carbopad), Abdeckung bei künstlichem Darmausgang oder Einweg-Atemmasken verwendet.

Mikroproduktion für die Medizintechnik

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT zählt weltweit zu den bedeutendsten Auftragsforschungs- und Entwicklungsinstituten seines Fachgebietes. Die Kernaktivitäten decken ein weites Themenspektrum ab - von der Entwicklung neuer Laserstrahlquellen und -komponenten über den Einsatz moderner Lasermess- und Prüftechnik bis hin zur Fertigungstechnik mit Lasern. Hierzu zählen beispielsweise das Schneiden, Abtragen, Bohren, Schweißen und Löten mit dem Laser sowie das Oberflächenvergüten, die Mikrofertigung und das Rapid Prototyping. Übergreifend befasst sich das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik mit der Laseranlagentechnik, der Prozeßüberwachung und -regelung sowie der gesamten Systemtechnik.


Die ROFIN-BAASEL Lasertech GmbH & Co KG ist führender Hersteller für Laserstrahlquellen und Systeme in den Bereichen Feinstschneiden, -schweißen, -bohren, -abtragen und im Bereich Markieren. Die Firma präsentiert weltweit erste Lösungen auf Basis d
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