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Erfolgreiche Teilnahme der Hochschule Ingolstadt an EU-Ausschreibung

27.09.2010 - (idw) Hochschule für angewandte Wissenschaften - FH Ingolstadt

Hochschule Ingolstadt erhält Fördermittel im Rahmen des Förderprogramms Eurostars für das Projekt ITERA Die Hochschule Ingolstadt hat im Rahmen des EU-Förderprogramms Eurostars eine Förderzusage in Höhe von rund 270.000 Euro für das Projekt Integrative Testmethodik für RFID-Anwendungen (ITERA) erhalten. Von europaweit insgesamt rund 317 eingereichten Förderanträgen wurden von der EU 102 als förderwürdig eingestuft. ITERA konnte sich auf Platz elf der gesamteuropäischen Ranking-Liste von Eurostars platzieren. Diese hervorragende Platzierung in einem europäischen Förderprogramm ist ein erneuter Beleg für die qualitativ hochwertige Arbeit in unserem Institut für Angewandte Forschung, betont Präsident Schweiger. Das Ranking bildet die Basis für die nationale Mittelverteilung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Thematisch wird sich die Forschungsgruppe der Hochschule um Prof. Dr. Christian Facchi bei ITERA ab dem kommenden Jahr mit der Testmethodik für RFID-Anwendungen beschäftigen. Mit der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) kann man Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt auf Transponder schreiben und von diesen lesen. Die Transponder sollen in der Zukunft beispielsweise den Barcode ablösen. Ziel ist es durch den Einsatz dieser Technologie, u.a. erhebliche Kosteneinsparungen durch schnellere, präzisere und einfachere Warenidentifikation und den damit einhergehenden, erhöhten Warendurchsatz zu erzielen. Mit dem Forschungsvorhaben ITERA sollen die für den Einsatz der RFID-Technologie notwendigen Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige, flexible und zugleich kostengünstige Anwendungen geschaffen werden. Insbesondere wird durch die in ITERA erstellte innovative Testmethodik die Entwicklungszeit signifikant verkürzt. Die Anwendung der RFID-Technologien kann gerade für kleine und mittlere Unternehmen, bspw. aus dem Bereich der Logistik, zu einer nachhaltigen Stärkung ihrer Kernkompetenzen führen. Die am Forschungsvorhaben beteiligten Kooperationspartner sind auf Softwarelösungen spezialisierte Unternehmen aus Deutschland, eMundo GmbH, und Österreich, gm pharma GmbH. Das Projektvolumen beträgt insgesamt etwa 1,2 Mio. Euro.

Auch der zweite Antrag der Hochschule Ingolstadt bioFIRe wurde im Rahmen des EU-Förderprogramms Eurostars als förderwürdig bewertet. Mit Rang 65 konnte sich dieser Antrag im guten Mittelfeld platzieren. Im Zuge des Projekts bioFIRe soll in der Forschungsgruppe um Prof. Dr. Karl Huber ein computerbasiertes Mess- und Analyseverfahren für die exakte Ermittlung von Kraftstoffkennzahlen entwickelt werden. Damit sollen die etablierten Systeme langfristig ersetzt werden, da diese nicht geeignet sind, das Zündverhalten von Biokraftstoffen oder Kraftstoffmischungen exakt zu bewerten. Mit dem neuen Verfahren soll es auf der einen Seite den Raffinerien möglich sein, die Produktqualität weiter zu verbessern. Auf der anderen Seiten können die Fahrzeughersteller ihre Motoren noch präziser auf den jeweiligen Kraftstoff einstellen, wodurch u. a. ein günstigerer Verbrauch erreicht werden kann. Aufgrund eines begrenzten nationalen Mittelkontingents ist eine direkte Förderung dieses Vorhabens im Rahmen von Eurostars trotz bestätigter Förderwürdigkeit derzeit nicht möglich. Die Hochschule strebt für dieses innovative Projekt eine Förderung über eine andere Förderlinie des Bundes an.

Eurostars ist ein Förderprogramm im Rahmen der europäischen Forschungsinitiative EUREKA. Es richtet sich in erster Linie an forschungstreibende kleine und mittlere Unternehmen, die mit Partnern in anderen Mitgliedsländern gemeinsam Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen wollen. Ziel ist es, Unternehmen den Einstieg in die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung zu erleichtern. Mit diesem Fokus eröffnen sie Universitäten und Hochschulen zahlreiche Möglichkeiten, in Kooperation mit geeigneten Industriepartnern Fördermittel für ihr Forschungsvorhaben zu akquirieren. Weitere Informationen rund um das Programm Eurostars finden sich auf http://www.eurostars-eureka.eu.


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