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Wissenschaftsförderung im Dienste der Gesundheit

11.10.2010 - (idw) Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Das 2002 gegründete Koordinierungszentrum für Klinische Studien Dresden schult Wissenschaftler in Prüferkursen zu Grundlagen und Praxis klinischer Studien / 500 Kurs-Teilnehmer seit 2006 Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien Dresden (KKS) ist eine eigenständige Einrichtung der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden. Es wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Sachsen gefördert und ist Mitglied des bundesweiten KKS-Netzwerkes. Das KKS übernimmt einzelne Teilbereiche in Klinischen Prüfungen (wie Datenmanagement oder Monitoring), aber auch die komplette Durchführung Klinischer Studien. Die Qualifikation der Studienärzte und des beteiligten medizinischen Fachpersonals beeinflusst wesentlich die Studiendurchführung. Die komplexen Vorgänge einer klinischen Prüfung werden deshalb vom KKS in zertifizierten Fortbildungsmaßnahmen praxisnah und anschaulich vermittelt. Die Prüferkurse sind sehr nachgefragt, und das KKS kann jetzt den 500. Teilnehmer begrüßen.

Mit seiner fachlichen Kompetenz bei der Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Studien trägt das KKS dazu bei, die Qualität der klinischen Forschung in Deutschland zu verbessern. Ein qualifiziertes und innovatives Team von Medizinern, Studienassistenten, Naturwissenschaftlern, Informatikern und Datenmanagement-Experten unterstützt Wissenschaftler bei der erfolgreichen Durchführung ihrer klinischen Studien. Dabei ist die Berücksichtigung des international anerkannten Qualitätsstandards ICH-GCP selbstverständlich.

In den Fortbildungsveranstaltungen des KKS werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen praxisnah vermittelt. Hier geht es beispielsweise um die umfassende Aufklärung von Patienten, die sich für eine Studienteilnahme interessieren. 2005 begann das KKS mit kleineren Kursen zur Vermittlung der Grundlagen des internationalen Qualitätsstandards für Klinische Studien, GCP (Good Clinical Practice). Seit März 2006 bietet es zweitägige zertifizierte Prüferkurse an. Das zugrunde liegende Curriculum wurde innerhalb des KKS-Netzwerkes entwickelt und gilt inzwischen bundesweit für viele Ethik-Kommissionen und Behörden als Goldstandard. Seit 2007 bietet das KKS auch am Universitätsklinikum Jena einen solchen Prüferkurs an. In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie und gefördert durch die Deutsche Arthrosehilfe e. V. führt das KKS seit 2009 spezielle Prüferkurse für Orthopäden und Unfallchirurgen durch. Die Sächsische Landesärztekammer vergibt für die Prüferkurse in Anerkennung der umfassenden Wissensvermittlung sowie abschließender Lernerfolgskontrolle und Evaluation 18 Fortbildungspunkte.
Die Kursevaluation durch die Teilnehmer fiel bisher durchweg positiv aus. Und es hat sich gezeigt: Die Kursteilnehmer sind gut gewappnet für Qualitätsüberprüfungen durch die Studien-Auftraggeber oder Aufsichtsbehörden.

Alle Wissenschaftler, die eine klinische Studie durchführen wollen, müssen ihre GCP-Kenntnisse nachweisen, um von der Ethik-Kommission für die klinische Forschung am Menschen überhaupt zugelassen zu werden. Ziel klinischer Prüfungen sind wissenschaftlich fundierte und ethisch vertretbare Ergebnisse, die zu verbesserten Therapiemöglichkeiten führen und direkt den Patienten zugute kommen. Somit dienen die Prüferkurse letztendlich auch der Patientensicherheit.


Kontakt:
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Koordinierungszentrum für Klinische Studien Dresden
Dr. Xina Grählert
Tel.: +49 (0)351 458 51 60
E-Mail: kontakt@kksdresden.de Weitere Informationen: http://www.kksdresden.de
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