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Freiwillige konnen Klimadaten im Internet erfassen

11.10.2010 - (idw) Universität Bern

Informationen uber extreme Wetterereignisse in der Vergangenheit konnen helfen, bessere Vorkehrungen fur zukunftige Ereignisse zu treffen. Viele Wetterdaten der Vergangenheit haben den Sprung ins elektronische Zeitalter aber nicht geschafft. Klimaforschende der Universitat Bern hoffen nun auf die Mithilfe von Internet Usern zur digitalen Erfassung der alten Wetterdaten. Wetterextreme wie im vergangenen Sommer die Hitzewelle in Russland oder die Uberflutungen in Pakistan haben oft verheerende Auswirkungen fur die betroffene Bevolkerung. Informationen uber extreme Wetterereignisse in der Vergangenheit konnten dabei helfen, bessere Vorkehrungen fur die Zukunft zu treffen. Nur leider stehen die entsprechenden meteorologischen Daten haufig nicht zur Verfugung. Zwar wurde gemass Forschenden um Prof. Stefan Bronnimann vom Oeschger Zentrum fur Klimaforschung der Universitat Bern vielerorts das Wetter beobachtet oder gemessen, aber oft haben nur die Daten aus den letzten 50 Jahren den Sprung ins elektronische Zeitalter geschafft. In verschiedensten Archiven schlummern immense Mengen an nicht digitalisierten schriftlichen Aufzeichnungen.

Freiwilligenarbeit fur die Wissenschaft

Mit zunehmendem Bedarf an Information uber Extremereignisse und mit der Entwicklung neuer Verfahren, um daraus sinnvolle Datenprodukte und damit Planungsgrundlagen herzuleiten, gewinnen genau diese alten Wetterdaten wieder an Bedeutung. Nur: Die Digitalisierung aller Bestande ist eine schier unlosbare Aufgabe. Um zumindest den Schritt der Digitalisierung vereinfachen zu konnen, setzt die Gruppe von Stefan Bronnimann jetzt auf die Mithilfe der Internet-Offentlichkeit.

Auf der Homepage www.data-rescue-at-home.org konnen Freiwillige selber Hand anlegen und Ausschnitte von Datenblattern abtippen. Anschliessend werden die ubertragenen Daten einer strengen Qualitatskontrolle unterzogen. Im Gegensatz zu privaten Dienstleistern in diesem Feld stehen alle Daten der Offentlichkeit danach uneingeschrankt zur Verfugung. «Wir hoffen auf starke Mithilfe und mehr Daten fur die Forschung und die Anwendung», erklart Stefan Bronnimann. Der Klimaforscher ist zuversichtlich, dass die Freiwilligen gleichzeitig auch selber ein Stuck Wissenschaft erfahren konnen und fur Klimaphanomene sensibilisiert werden.

Link:

www.data-rescue-at-home.org Weitere Informationen: http://www.kommunikation.unibe.ch/content/medien/medienmitteilungen/news/2010/kl...
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