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Konsistenz in der Datenflut

18.10.2010 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Wirtschaftsinformatiker der TU Chemnitz starten Computer-Aided-Data-Warehouse-Engineering-Projekt Eine Nachwuchsforschergruppe an der Professur Systementwicklung und Anwendungssysteme der TU Chemnitz hat sich zum Ziel gesetzt, ein vollständig modellgetriebenes Vorgehen zur Unterstützung des Lebenszyklus von Data-Warehouse-Systemen zu entwickeln. Das auf zwei Jahre angesetzte Projekt zum Thema Computer-Aided Data Warehouse Engineering (kurz: CAWE) startete im August 2010 unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Gluchowski.

Das Vorhaben wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) mit mehr als 500.000 Euro gefördert und greift aktuelle Forschungsarbeiten der Professur auf. Der bestehende Ansatz für die Entwicklung und das Management großer Data-Warehouse-Systeme soll im Rahmen des Projektes zu einer umfassenden Methodik weiter entwickelt werden. Hierbei sind bereits erprobte Verfahren des Software Engineering, wie Model Driven Architecture (MDA), auf die Data-Warehouse-Domäne zu übertragen. Zentraler Forschungsgegenstand von CAWE ist ein vollständig modellgetriebenes Vorgehen, das von der Anforderungsaufnahme über die Datenmodellierung durch den Nutzer bis zur physischen Datenstruktur Konsistenz herstellt.

In der Praxis besteht ein Mangel an ganzheitlichen Methoden und Werkzeugen, die die Komplexität in bestehenden Data-Warehouse-Systemen beherrschbar machen und die Zusammenführung bestehender sowie die Erstellung neuer Datenbanklösungen unterstützen. Vor allem für KMU ist es kaum möglich, selbstständig die noch ausstehende Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu erbringen. Um diese Lücke zu füllen, hat das Projekt die Aufgabe, hochqualifizierte Nachwuchsforscher auszubilden, die diese Methodik im Anschluss effizient auf komplexe praktische Problemstellungen anwenden können. Wir freuen uns sehr über die Bewilligung des Projekts. Es ermöglicht uns nicht nur, Forschungsarbeit zu leisten, sondern auch Nachwuchsforscher auszubilden, die das neu erlangte Wissen als Multiplikatoren nachhaltig in die sächsische Wirtschaft übertragen können, so Christian Kurze, auf den die Vorarbeit des Projekts zurückgeht. CAWE wird dabei von mehreren sächsischen Unternehmen durch die Bereitstellung von Fallstudien und konkreten Anwendungsszenarien unterstützt. Es handelt sich bei der Zusammenarbeit mit Praxispartnern nicht um Auftragsforschung, sondern um die Möglichkeit, die Methodik im Praxiseinsatz zu evaluieren und die Ergebnisse direkt in die Forschung einfließen zu lassen.

Weitere Informationen unter http://www.cawe.tu-chemnitz.de und bei Christian Kurze, Telefon 0371 531-37324, E-Mail christian.kurze@wirtschaft.tu-chemnitz.de.
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