Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 31. August 2014 

Jud Süss: Filmvorführung und Diskussion

19.10.2010 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Das Filmstudio Glückauf zeigt am 25. Oktober 2010 in Zusammenarbeit mit dem KWI den 1940 uraufgeführten NS-Propagandafilm Jud Süss. Die Filmvorführung wird eingerahmt von einer historischen Einführung durch Alexandra Przyrembel und einem Beitrag des Historikers Armin Nolzen zur zeitgenössischen Rezeption; moderiert wird die Veranstaltung von Christian Gudehus, Geschäftsführer des Center for Interdisciplinary Memory Research (CMR) am KWI. Das von den Nationalsozialisten in Auftrag gegebene und als antisemitischer Propagandafilm konzipierte Werk ist nur scheinbar an die historische Figur des Joseph Süß Oppenheimer (1698 1738) angelehnt, die Erzählung entspricht jedoch nicht den überlieferten Quellen. Mittels der gezielt negativen Darstellung Oppenheimers sollte der Film, der Pflichtprogramm bei SS und Einsatzgruppen war, das Judentum allgemein diskreditieren und den zeitgenössischen Zuschauer auf weitergehende Verfolgung der Juden vorbereiten. Mit dem prominent besetzten Spielfilm "Jud Süss" schuf der Regisseur Veit Harlan einen der berüchtigsten Propagandafilme der NS-Zeit und musste sich 1949 unter anderem deswegen vor Gericht verantworten, wurde aber freigesprochen.

Referent/in:
Armin Nolzen ist Redakteur der Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (www.beitraege-ns.com); Forschungsschwerpunkte: Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus, Geschichte der NSDAP und der faschistischen Bewegungen.
PD Dr. Alexandra Przyrembel (Universität Göttingen), Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Schwerpunkt u.a.: Geschichte des Antisemitismus. Publikation u.a.: Alexandra Przyrembel & Jörg Schönert (Hg.) Jud Süss. Hofjude, literarische Figur, antisemitisches Zerrbild. Frankfurt am Main 2006.

Moderation:
Dr. Christian Gudehus ist Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Center for Interdisciplinary Memory Research (CMR) am KWI.

Datum: 25. Oktober 2010, 19 Uhr
Ort: Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen
Kartenkauf/ -reservierung direkt am Kino oder unter 02 01/43 93 66 33 (täglich ab 15.30 Uhr), die Karte kostet 8

Kontakt:
Armin Flender, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Tel. 0201 7204 -152, armin.flender@kwi-nrw.de.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-335.html
http://www.kulturwissenschaften.de/home/projektbereich-2.html

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.
uniprotokolle > Nachrichten > Jud Süss: Filmvorführung und Diskussion
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/205253/">Jud Süss: Filmvorführung und Diskussion </a>