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Profil Assistiver Technologien soll geschärft werden

19.10.2010 - (idw) Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

Akzeptanz von Hilfsmitteln zur Mobilität sollen gesteigert werden

Oldenburg. Assistive Technologien heißt ein bundesweit in seiner Art einmaliger Studiengang der Jade Hochschule in Oldenburg. Assistive Technologien sorgen für Mobilität und helfen, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Sie warnen und schützen vor Gefahren, begleiten medizinische Versorgung und Rehabilitation. Dabei hat assistives Hightech-Design viele Gesichter: von der ambulanten Überwachung von Vitalparametern mit intelligenten Textilien bis hin zu Hausgeräten, die natürliche Sprache verstehen. Die Chancen, die sich mit dem technischen Fortschritt der letzten Jahre eröffnet haben, sind beeindruckend. Doch wer Assistenzprodukte entwickeln oder in diesem Bereich beratend tätig sein möchte, braucht nicht nur technisches Know-how, sondern sollte auch die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Anwender kennen, sagt Prof. Dr. Frank Wallhoff vom Studiengang Assistive Technologie.

Deshalb hat das Forschungsnetzwerk Medizintechnik am 29. Oktober zu einer Fachveranstal-tung in die Jade Hochschule nach Oldenburg eingeladen, um über die Frage zu sprechen Welche Kernkompetenzen benötigen unsere Fachkräfte. Konkret geht es um die Bedürfnisse älterer und gehandicapter Personen, die möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihren eigenen vier Wänden führen wollen. Es ist wichtig, die verschiedenen Akteure und Akteurinnen aus der Wissenschaft, der Wirtschaft und aus Einrichtungen zusammen zu bringen, um neue Forschungsprojekte - am Bedarf von Nutzerinnen und Nutzern zu realisieren.

Aufgrund der demografischen Veränderungen steht unsere Gesellschaft vor neuen Herausforderung und wichtigen Entscheidungen. Ziel der Veranstaltung soll es deshalb sein, Anforderungen für die zukünftigen Absolventen des Studiengangs Assistive Technologien abzuleiten, um ihr Profil im Sinne von zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer zu stärken. Der interdisziplinäre


Studiengang vermittelt profunde ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse mit Grundlagen- und Methodenwissen aus Medizin, Gerontologie, Gesellschaftswissenschaften sowie aus Architektur und Bauwesen. Diese Kombination macht die Absolventen zu Experten an der Schnittstelle von Mensch und Maschine.

Aber nur wenn unsere technischen Entwicklungen bei Älteren, Pflegenden und Dienstleistern auf Akzeptanz stoßen, machen sie einen Sinn, stellt Frank Wallhoff fest. Wenn ältere Menschen sich vor zu viel Technik fürchten, bilden wir am Ziel vorbei aus. Genau das wollen wir verhindern. So werden Fachleute aus verschiedenen Disziplinen über Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben (AAL) diskutieren und darüber beraten, welche technischen Systeme von der Zielgruppe akzeptiert und somit genutzt werden. Ziel der Veranstaltung ist es, aus verschiedenen Perspektiven Hintergründe und Anforderungen an Kernkompetenzen im Bereich Assistiver Technologien zu benennen und somit deren Ziel zu schärfen, sagt Frank Wallhoff abschließend.

Informationen zum Forschungsnetzwerk Medizintechnik
Das Forschungsnetz Medizintechnik fördert und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Kliniken und medizintechnischen Unternehmen. Denn die Bündelung interdiszip-linärer Fähigkeiten, ein gegenseitiger Wissensaustausch und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen ermöglichen es, vielschichtige Technologien erfolgreich zu erforschen und neue Produkte zu entwickeln. Zu den Mitgliedern gehören zahlreiche niedersächsische Hochschulen, Unternehmen, Kliniken, Kompetenzzentren, das Innovationsnetzwerk Niedersachsen sowie Wissens- und Technologietransferstellen. Weitere Informationen: http://www.assistive-technologien.de

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