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Das Herzstück des Campus25.10.2010 - (idw) Universität Konstanz
In einem Festakt wurde die Bibliothek der Universität Konstanz als Bibliothek des Jahres 2010 ausgezeichnet
Die Bibliothek der Universität Konstanz ist Bibliothek des Jahres 2010. Am gestrigen Sonntag, dem bundesweiten Tag der Bibliotheken, fand an der Universität Konstanz die Preisverleihung statt. Gudrun Heute-Blum, die Präsidentin des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv), und Christine Neuhaus von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius übergaben die Urkunde an Petra Hätscher, die Direktorin der ausgezeichneten Einrichtung. Beim Festakt wurde auch die zweitplatzierte Bibliothek der Universität Bielefeld und das Informations- und Medien-Netzwerk IMeNS geehrt, letzteres mit einem einmalig vergebenen Sonderpreis für die Unterstützung von Schulbibliotheken.
In Anwesenheit von Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg versprach Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, das Erfolgsmodell, für das die Universitätsbibliothek steht, weiterzuführen. Die Bibliothek sei das Herzstück der Konstanzer Campusuniversität mit eingepflanztem Qualitätsgen. Er dankte Petra Hätscher und ihrem Team für Engagement, Kundenorientierung und Innovationsfreude. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius begründet ihre Entscheidung für die Konstanzer Universitätsbibliothek mit konsequenter Kundenorientierung, als deren augenfälligstes Beispiel die Öffnungszeiten genannt werden: Die Freihandbibliothek war 2001 die erste 24 Stunden geöffnete Bibliothek in Deutschland. Für die umfassende Serviceorientierung stehen regelmäßig durchgeführte Kundenbefragungen, die Vermittlung von Informationskompetenz an Studierende und das Weiterbildungsangebot für Bibliotheksangestellte.
Einen weiteren Bereich, in dem die Bibliothek der Universität Konstanz eine Vorreiterrolle spielt, sprach die Festrednerin Prof. Dr. Gudrun Gersmann an, die Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Paris: Die Universitätsbibliothek habe sich auf beispielhafte Weise bei Thema Open Access engagiert. Die Historikerin, die sich mit der Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens im Übergang zur digitalen Welt beschäftigt, sprach sich für die Fortentwicklung der unbeschränkten Zurverfügungstellung wissenschaftlicher Literatur im Internet aus, die sie eine eigentlich alte Idee nannte: die Idee einer freien Wissenschaftsgesellschaft. Auch Petra Hätscher ging in ihrer Dankesrede darauf ein, was Germann in die Frage kleidete, ob angesichts der zunehmender elektronischer Bibliotheksbestände in Zukunft noch Bibliotheken als Räume nötig seien. In Konstanz, wie in vielen anderen Bibliotheken des Landes, so Hätscher, könne beobachtet werden, dass Bibliotheken immer mehr zum gemeinsamen Lernen genutzt würden. Es seien Orte der Ruhe und der gemeinsamen Konzentration, sagte die Bibliotheksdirektorin. Als einen von drei Wünschen an eine gute Fee beschrieb sie eine Teilsanierung der Konstanzer Universitätsbibliothek zu einer flexiblen Zone, die die Inanspruchnahme von Online-Diensten ebenso ermögliche wie die Präsenzarbeit.
Der Preis Bibliothek des Jahres der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ist mit 30.000 Euro dotiert und wird seit elf Jahren in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bibliotheksverbands vergeben.
Ein Foto kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
https://depot.uni-konstanz.de/get/mtw7q6
Bildunterschrift:
Gudrun Heute-Blum, die Präsidentin des Deutschen Bibliotheksverbandes, Christine Neuhaus von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Petra Hätscher, Direktorin der Bibliothek der Universität Konstanz, und Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger (von links) bei der Preisverleihung an der Universität Konstanz.
Kontakt:
Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon: 07531 / 88 - 3603
E-Mail: kum@uni-konstanz.de
http://www.uni-konstanz.de
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