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Aus GKSS wird Helmholtz-Zentrum Geesthacht

28.10.2010 - (idw) GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH

Das GKSS-Forschungszentrum Geesthacht gibt sich einen neuen Namen: ab dem 1. November heißt es Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH. Mit dem neuen Namen wird die Verbundenheit mit der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren und der Stadt Geesthacht gezeigt. Der Zusatz mit den beiden begrifflichen Säulen Materialforschung und Küstenforschung fasst darüber hinaus die aktuellen Forschungsthemen zusammen. Mit unserem neuen Namen machen wir gleich in der ersten Ansprache deutlich, wofür wir stehen, so der Wissenschaftlich-technische Geschäftsführer, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser. Denn wir sind nicht erst mit dem neuen Namen, sondern bereits seit etlichen Jahren im Bereich Materialforschung und Küstenforschung hervorragend aufgestellt.

Die Wissenschaftler in Geesthacht und am Standort Teltow erforschen Hochleistungswerkstoffe für Autos und Flugzeuge von morgen und für Implantate in der Regenerativen Medizin. Ihre Materialien werden für die Umwelt schonende Technologien, zum Beispiel als Membranen zur Biogasaufbereitung oder zur Speicherung des umweltfreundlichen Wasserstoffes genutzt. Die Küstenforschung umfasst Fragen zum Zustand und Wandel der Küstenregionen, und erarbeitet daraus die Basis für ein zukünftiges Küstenzonenmanagement. Zudem forschen und beraten Geesthachter Wissenschaftler zum Klima bis 2100.

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ist von herausragender Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein, sagte Wissenschaftsminister Jost de Jager anlässlich der Umbenennung. Die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes besitzt hohe Kompetenz und ist eng mit den Partnern in den Hochschulen und anderen Forschungsinstituten im Land vernetzt, betonte de Jager.

Gut aufgestellt für die Zukunft
Im Bereich Werkstoff-Materialsysteme geht es zum Beispielum Magnesium und Titanaluminid, also Materialien mit hohem Leichtbaupotenzial für viel leichtere Autos und Flugzeuge. Diese Werkstoffe werden helfen nicht nur Energie zu sparen, sondern sind unverzichtbar, wenn wir weiterhin Auto fahren oder in den Urlaub fliegen wollen. Die Geesthachter Forscher arbeiten an neuartigen Membranen zur Verminderung der CO2-Emission von heutigen Kraftwerken und sie untersuchen Wasserstoff als umweltfreundlichen Energieträger der Zukunft. Die Wissenschaftler in Teltow erforschen z.B. Implantate, die gleichzeitig mehrere Funktionen erfüllen. Diese ersetzen nicht nur Gewebe und Körperteile, die durch Krankheit oder Unfallverletzungen geschädigt oder verletzt sind, sondern regen den menschlichen Körper an, diese mit all ihren Funktionen neu zu bilden. Dabei dient das Implantat nur als vorübergehender Ersatz. Das Gewebe wächst nach und gleichzeitig löst sich das Implantat auf. Eines dieser Wundermaterialien sind intelligente Kunststoffe mit Formgedächtniseffekt. Diese innovativen Biomaterialien ermöglichen neuartige Therapien in der Regenerativen Medizin. Die Küstenforscher haben die Aufgabe, Klima und Küste im Wandel zu verstehen und dieses Wissen für die Gesellschaft aufzubereiten. Um die Expertise in diesem Bereich zu erweitern, wird zurzeit ein neues Teilinstitut für Biogeochemie aufgebaut, das die wichtigen Stoffflüsse in den küstennahen Randmeeren aufklärt. Heute und in den kommenden Jahren werden das Küstenbeobachtungssystem COSYNA und die Wissensvermittlung durch das Climate Service Center und das Norddeutsche Klimabüro zentrale Komponenten der Forschung bleiben.

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht stellt sich aktuellen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen.Dazu wird zum Beispiel das Engagement an Großgeräten weiter ausgebaut. Am Forschungsreaktor in München-Garching und bei DESY in Hamburg betreibt das Zentrum insgesamt sieben Strahllinien. Mit ihnen lässt sich das Spektrum an komplexen materialwissenschaftlichen Fragestellungen hervorragend untersuchen. Die Geesthachter Forscher werden auch weiterhin gezielt in Forschungsplattformen investieren. Für die Materialforschung betreiben die Wissenschaftler das Magnesium Innovationszentrum (MagIC), das Assessment, Computing und Engineering Centre (ACE), das Zentrum für Biomaterialentwicklung (ZBME) und das German Engineering Materials Science Center (GEMS). In der Küstenforschung sind die Wissenschaftler national und international fest in Netzwerken engagiert wie zum Beispiel dem Hamburger Exzellenzcluster CLiSAP oder dem Baltic Sea Experiment (BALTEX).


Ein neues Logo für den neuen Namen
Verknüpft mit der Namensänderung ist ein neues Design, am deutlichsten zu erkennen am neuen Logo: Die Elemente in schwarz und blau symbolisieren gemeinsam eine Ordnung und Einheit, die mehr ist als die Summe der Einzelelemente. Sie repräsentieren jeweils Wasser und Klima für die Küste sowie die unterschiedlichen Materialien von Metallen bis hin zu organischen Werkstoffen und Biomaterialien. Weitere Informationen: http://www.hzg.de
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