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Hilfe zur Selbsthilfe

04.11.2010 - (idw) SRH Hochschule Heidelberg

Wie baut man einen Handwerkerhof in Ghana? Architekturstudierende der SRH Hochschule Heidelberg berichten in einer Ausstellung von ihren Erfahrungen vor Ort Einfach aber effektiv denken: vor dieser Herausforderung standen acht Architekturstudierende der SRH Hochschule Heidelberg, als diese für einen Praxisworkshop nach Ghana gereist waren. Gemeinsam mit den Einheimischen vor Ort sollte dort der Bau eines Handwerkerhofes begonnen werden.
Bereits lange zuvor hatten sich die angehenden Architekten auf diese Zeit vorbereitet. Von Deutschland aus war die Bauaufgabe mehrere Monate lang bis ins kleinste Detail geplant worden.

Dass die Realität vor Ort dann manchmal doch ganz anders aussieht, als ursprünglich gedacht, das weiß nach dieser Zeit auch Claudia Grittmann. Sie war eine der Studierenden, die mit angepackt haben: Es war eine große Herausforderung von dem europäischen Standard herunter zu kommen und sich mit den Gegebenheiten vor Ort anzufreunden. Dreiviertel der Sachen die dort passiert sind, konnten wir von Deutschland aus nicht vorhersehen. Wenn dann mal plötzlich der Strom ausfällt oder einfach kein Betonmischer vorhanden ist, dann muss man sich Alternativen suchen.

Der praktische Studienabschnitt in Ghana war Bestandteil eines Seminars von Prof. Dr.- Ing. Helmut Lerch. Der Architekt und Dozent an der SRH Hochschule Heidelberg erklärt das Ziel: Die Idee bestand darin, hoch technisiert denkenden Studierenden beizubringen, wie man einfach aber effektiv plant. Sie sollten lernen, eigene Ideen in einem unbekannten Umfeld einzubringen und sich auch auf unvorhergesehene Ereignisse einzustellen.

Im konkreten Fall bedeutete dies auch zu überlegen, wie die Bewohner eines Dorfes im Regenwald mit ihren eigenen Ressourcen nachhaltig umgehen können: Für die Handwerker in Ghana war der Bau des Handwerkerhofes der Einstieg in anderes Bauprinzip, das sie so bisher noch nicht kannten. Gemeinsam wurden die vorbereiteten Planungen exemplarisch umgesetzt. Das war eine Gewinnsituation für alle Beteiligten und unsere Studierenden haben bewiesen, dass sie auch über den Tellerrand blicken können.

In einem Reisetagebuch haben die Studierenden ihre Reise dokumentiert. Die Ausstellung findet noch bis zum 15. November 2010 auf der Galerie der SRH Hochschule Heidelberg statt und richtet sich an alle Interessierten. Weitere Informationen: http://www.fh-heidelberg.de
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