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Studierendenrekord: Hochschulpakte müssen aufgestockt werden

24.11.2010 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Wir freuen uns, dass die Hochschulen in diesem Jahr so vielen jungen Menschen wie niemals zuvor ein Studium ermöglicht haben, erklärte Professor Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Sowohl die Studierendenzahlen von über 2,2 Millionen insgesamt und die 440.000 Studienanfänger bedeuten Rekordwerte. Hinter dieser erfreulichen Entwicklung stehen außerordentliche Anstrengungen der deutschen Hochschulen, betonte die HRK-Präsidentin.

Die Dynamik des Anstiegs der Studierendenzahlen hat sich in diesem Jahr fortgesetzt. Bei der Gesamtzahl der Studierenden kletterte der Wert gegenüber dem Vorjahr wiederum um fast 100.000; das sind knapp fünf Prozent. Die Studienanfängerzahl stieg um 18.000, ein Plus von 4,3 Prozent. Damit wuchs der Anteil der Studienanfänger an der gleichaltrigen Bevölkerung von 43 auf 46,1 Prozent.

Die Hochschulen haben damit die Vorgaben des Hochschulpakts I bei weitem übertroffen, erläuterte Wintermantel. Von 2007 bis 2010 sollten 91.000 zusätzliche Studienanfänger erzielt werden, jetzt sind es aber mit 156.000 über 65.000 Studienanfänger mehr; so jedenfalls die vorläufigen Zahlen. Maßgeblich zu diesem Erfolg haben die Stadtstaaten und die ostdeutschen Länder beigetragen, aber auch die westdeutschen Flächenländer erfüllten insgesamt ihre Vor-gaben. Damit haben die Hochschulen eine große Verantwortung übernommen und erhebliche finanzielle Vorleistungen erbracht, so Wintermantel. Für die nachträgliche Ausfinanzierung und die in den nächsten drei Jahren nötige Auslauffinanzierung der zusätzlichen Studienanfän-ger muss der Bund rund eine Milliarde Euro mehr aufbringen als ursprünglich geplant. Da die Länder die Gesamtfinanzierung der Maßnahmen sicherstellen müssen, kommt auf sie eine ähn-liche Größenordung zu.

Mit Blick auf den Hochschulpakt II zeigen die aktuellen Zahlen, dass die Ansätze für die Zeit von 2011 bis 2015 zu niedrig sind, sagte die HRK-Präsidentin. Die Berechnungen der Länder von 2008, die Grundlage für den Hochschulpakt II gewesen seien, lägen bereits jetzt 53.000 Studienanfänger unter der aktuellen Zahl. Länder und Bund müssen beide Hochschulpakte deutlich aufstocken, forderte Wintermantel. Dies ist umso dringlicher, weil die Aussetzung der Wehrpflicht weitere Studierende in die Hochschulen bringt. Nur so kann das Studierenden-hoch wirklich als Chance genutzt werden. Weitere Informationen: http://www.hrk.de
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