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Nachweis von Drogen und Doping: Internationale Konferenz zur Toxikologie in Homburg

24.11.2010 - (idw) Universität des Saarlandes

Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans H. Maurer am Homburger Uniklinikum Am 25. November 2010 wird der Professor für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie Hans Maurer 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet am Freitag, dem 3. Dezember 2010, von 12.30 Uhr bis 19 Uhr am Uniklinikum Homburg (Gebäude 45, Hörsaal Biochemie/Pharmakologie) ein internationales wissenschaftliches Symposium zum Thema Massenspektrometrie statt. Dabei handelt es sich um ein hochmodernes Verfahren zum sicheren Nachweis von Medikamenten, Drogen und Giften in Körperflüssigkeiten. Eingesetzt wird die Massenspektrometrie unter anderem bei klinisch-diagnostischen und rechtsmedizinischen Untersuchungen sowie Dopingkontrollen. In der biomedizinischen Forschung ist sie nicht mehr wegzudenken. Unter dem Titel Clinical Toxicology in Homburg: Mass Spectrometry Brings Together referieren führende Wissenschaftler aus Europa, Amerika und Australien zu verschiedenen Themen aus der Klinischen und Forensischen Toxikologie.

Prof. Maurer steht am 2.12. von 10 bis 12 Uhr für Interviews zur Verfügung.

Mit seinen Arbeiten zum Stoffwechsel und dem Nachweis von neuen Designerdrogen hat sich Professor Hans Maurer, der Leiter der Abteilung für Experimentelle und Klinische Toxikologie an der Universität des Saarlandes, in der internationalen Fachwelt einen Namen gemacht. Der gebürtige Homburger gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Klinischen und Forensischen Toxikologie. Aus Anlass seines 60. Geburtstages findet am 3. Dezember ein wissenschaftliches Symposium statt.

Bei der Tagung geht es unter anderem um den Stoffwechsel von Drogen und die Dopinganalytik. International anerkannte Experten aus Europa, Australien und Amerika berichten über unterschiedliche Anwendungen der Massenspektrometrie in der forensischen und klinischen Toxikologie. Professorin Marilyn Huestis aus Baltimore spricht über das Thema Drogenexposition in der Schwangerschaft, über die Massenspektrometrie in Homburg und gibt einen Überblick über das bisherige wissenschaftliche Lebenswerk von Professor Maurer und seiner Arbeitsgruppe. Grußworte sprechen Unipräsident Volker Linneweber, der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Michael Menger, sowie hochrangige Vertreter verschiedener Fachgesellschaften. Zu dem wissenschaftlichen Symposium haben sich bereits über 200 Teilnehmer aus 12 Ländern angemeldet.

Nach dem Studium der Pharmazie in Saarbrücken begann Professor Hans Maurer seine akademische Laufbahn als Mitarbeiter von Professor Karl Pfleger im Pharmakologischen Institut der Universität des Saarlandes in Homburg. Dabei beschäftigte er sich mit der Gas-Chromatographie, einer Analysemethode zum Auftrennen von Gemischen in einzelne chemische Verbindungen. Er forschte daran, wie man diese Methode mit der Massenspektrometrie koppeln kann, um Arznei- und Giftstoffe sowie deren Stoffwechselprodukte in biologischem Material nachweisen zu können.

Nach seiner Promotion blieb Hans Maurer an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als Hochschulassistent und schließlich seit 1992 als Universitätsprofessor. Im Jahre 1985 publizierte Maurer mit Professor Pfleger und Armin Weber die erste Ausgabe der Massenspektrensammlung von Arznei- und Giftstoffen sowie deren Stoffwechselprodukten. Das Werk entwickelte sich zum Referenzwerk für toxikologische Labors in aller Welt und ist mittlerweile bereits in der vierten Auflage erschienen. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Professor Maurer mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er 1997 als erster Europäer den renommierten Irving-Sunshine Award for Outstanding Contributions to Clinical Toxicology in Vancouver. Als bislang jüngster Preisträger wurde er 2003 in Melbourne mit dem Alan Curry Lifetime Achievement Award for Outstanding Contributions to Forensic Toxicology ausgezeichnet. Für seine außerordentlichen wissenschaftlichen Verdienste erhielt er im Jahr 2007 die Ehrendoktorwürde der Universität Gent. Wiederholt wurde Professor Hans Maurer in die Vorstände der Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie (GTFCH), der International Association of Forensic Toxicologists (TIAFT) und der International Association of Therapeutic Drug Monitoring und Clinical Toxicology (IATDMCT) gewählt. Von 2007 bis 2009 war er Präsident der IATDMCT.


Kontakt: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans H. Maurer, hans.maurer@uks.eu, 06841-16-26050 Anhang
Das Programm der Tagung
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