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Arbeitsbelastung für Bachelorstudierende geringer als vermutet

24.11.2010 - (idw) Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Ergebnisse der dritten Bachelorbefragung an der Uni Kiel liegen vor

Die Bachelorstudierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) schätzen ihren Arbeitsaufwand weniger hoch ein, als im Zuge der Reform der Studiengänge oftmals vermutet wurde. Dies ergab die Bachelorumfrage, die an der CAU im Sommersemester 2010 bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde. "Wir haben abgefragt, wie hoch die Studierenden selbst ihre Arbeitsbelastung einschätzen", berichtet Professor Frank Kempken, als Vizepräsident der CAU zuständig für den Bereich Studium und Lehre. "Dabei kam heraus, dass weniger als ein Drittel der Studierenden in der Vorlesungszeit mehr als 40 Stunden pro Woche ins Studium investiert. In der vorlesungsfreien Zeit sind es sogar weniger als zehn Prozent. Eine übermäßig hohe Belastung, wie sie oft behauptet wird, lässt sich aus diesen Zahlen also nicht ableiten", so Kempken.

Anders als bei den regelmäßigen Lehrveranstaltungsbefragungen, bei denen es etwa um die Didaktik geht, zielt die Bachelorumfrage darauf ab, die Studienbedingungen aller Bachelorstudierenden zu erheben. "Damit haben wir ein wertvolles Steuerungsinstrument für unser Qualitätsmanagement", erläutert Vizepräsident Kempken. "Uns ist die Meinung der Studierenden sehr wichtig, denn wir möchten bestmögliche Studienbedingungen anbieten." 3.415 der etwa 8.000 Bachelorstudierenden beteiligten sich durch Ausfüllen der Fragebögen. "Eine sehr gute Rücklaufquote bei schriftlichen Befragungen", sagt Kempken.

Mit der Befragung im vergangenen Sommersemester sollte auch ermittelt werden, wie gut die Maßnahmen wirken, die auf Basis der Umfrageergebnisse aus den Jahren 2008 und 2009 ergriffen wurden. So kritisierten die Bachelorstudierenden in den vorangegangenen Befragungen die hohe Prüfungsdichte am Semesterende. Kempken: "Darauf haben wir reagiert, indem die Prüfungszeiträume von einer auf zwei Wochen ausgedehnt wurden." Ein Schritt, der Wirkung zeigt: Im Vergleich zu 2009 beurteilten die Studierenden die Prüfungsorganisation dieses Jahr deutlich besser.

Erhoben wurde auch, warum sich die Bachelorstudierenden für Kiel als Studienort entschieden haben. Fast 73 Prozent der Befragten nannten als Grund, dass keine Studiengebühren erhoben werden. Auf Rang 2 liegt die Nähe zum Heimatort (59,5 Prozent), dann folgen die attraktive Umgebung mit knapp 30 Prozent und der Ruf des gewählten Studienfaches mit 18,5 Prozent. Die Platzierung der CAU in Rankings spielt mit 9,9 Prozent eher eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt gaben 72,9 Prozent der Bachelorstudierenden den Studienbedingungen an der CAU die Note "sehr gut", "gut" oder "befriedigend". Im Vorjahr lag dieser Wert bei 72,6 Prozent.

Auch 2011 wird es eine Bachelorbefragung geben. Außerdem sei eine ähnliche Umfrage unter den Masterstudierenden geplant, kündigt Frank Kempken an. "Vermutlich gibt es auch dort einige Dinge, die wir im Sinne der Studierenden noch besser machen können."

Ein Foto zum Thema steht zum Download bereit unter:

http://www.uni-kiel.de/download/pm/2010/2010-171-1.jpg
Bildunterschrift: An der CAU studieren etwa 8.000 angehende Bachelor. Die Hochschulleitung fragt systematisch nach, wo der Schuh drückt.
Copyright: CAU, Foto: Kröger/Dorfmüller

Link zur Pressemitteilung und Druckversion:
http://www.uni-kiel.de/aktuell/pm/2010/2010-171-bachelor-umfrage.shtml
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