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Neue Humboldt-Stipendiaten an der LMU

25.11.2010 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

Drei neue Humboldt-Stipendiaten haben sich dieses Wintersemester für einen Forschungsaufenthalt an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München entschieden. Professor Jesus Casquete von der Universität des Baskenlandes arbeitet als Gastprofessor am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts bei Professor Martin Baumeister. Dr. Haruyasu Asahara und Dr. Guillaume Berionni forschen als Postdoktoranden im Arbeitskreis von Professor Herbert Mayr am Lehrstuhl für physikalisch-organische Chemie. Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht hoch qualifizierten, promovierten ausländischen Nachwuchswissenschaftlern, ein Forschungsvorhaben eigener Wahl in Deutschland durchzuführen und den jeweiligen deutschen Gastgeber selbst auszuwählen. Daher ist die Anzahl der Humboldt-Stipendiaten ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und Reputation.

Das Projekt von Jesus Casquete

Jesus Casquete ist Professor für Geschichte der politischen Theorie und der sozialen Bewegungen an der Universität des Baskenlandes. Im Mittelpunkt seiner laufenden Forschung steht die Soziokonstruktion von Märtyrern im Nationalsozialismus vor 1933. Casquete untersucht, wie die Nazis die Gefallenen für die Idee als identitätstiftende Elemente für politische Zwecke glorifizierten und instrumentalisierten. Diese Politik des Todes stand im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Propaganda und Mobilisierungskraft.

Casquete studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Deusto (Baskenland, Spanien) und der New School for Social Research (New York, USA). 2001-2002 war er Stipendiat der Humboldt Stiftung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und 2005-2006 am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität zu Berlin.

Die Projekte von Haruyasu Asahara und Guillaume Berionni

Der Arbeitsgruppe von Professor Mayr ist es in den letzten Jahren gelungen, das bislang umfassendste quantitative Modell polarer organischer Reaktivität zu entwickeln. Damit ist es erstmals möglich, eine Vielzahl unterschiedlicher organischer Reaktionen unter einem gemeinsamen Gesichtspunkt zu betrachten und neue Reaktionsmöglichkeiten vorauszusagen. Zwei von der Humboldt-Stiftung geförderte Postdoktoranden beteiligen sich seit einigen Wochen an diesem Vorhaben. Asahara, der im März 2010 an der Osaka-University in Japan promoviert wurde, erhielt ein Humboldt-Stipendium, um Oxycarbenium-Ionen in dieses Reaktivitätsmodell einzubinden, die bei Glykosidierungs-Reaktionen eine wichtige Rolle spielen. Berionni, ein Absolvent der Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines (Frankreich), wo er im Dezember 2009 promoviert wurde, wird sich in seinem von der Humboldt-Stiftung geförderten Forschungsvorhaben mit Metallorganischen Reagenzien befassen und dabei auch im Arbeitskreis von Professor Paul Knochel (Department für Chemie und Biochemie der LMU) entwickelte Synthesemethoden mechanistisch untersuchen.
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