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Interkultureller Dialog: Deutsche und Chinesen sprechen in Peking über Aufklärung

26.11.2010 - (idw) Stiftung Mercator

Stiftung Mercator initiiert gemeinsam mit dem National Museum of China Veranstaltungsreihe Aufklärung im Dialog / Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zu fördern

Essen/Peking, 26. November 2010. Im Frühjahr 2011 wird das National Museum of China am Platz des Himmlischen Friedens nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet. Die erste ausländische Ausstellung des dann größten Museums der Welt widmet sich der Kunst der Aufklärung. Sie entsteht in Zusammenarbeit der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München. Als offizielles Begleitprogramm der Ausstellung veranstaltet die Stiftung Mercator gemeinsam mit ihrem Partner, dem National Museum of China, die Reihe Aufklärung im Dialog. Die Stiftung Mercator stellt dafür insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das gab die Stiftung heute in Berlin bekannt.

Gleich einem Mediator soll die Veranstaltungsreihe helfen, China und Europa miteinander ins Gespräch zu bringen für ein noch besseres Kennenlernen und gegenseitiges Verständnis, so Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Ziel des Dialogs ist es, über Aufklärung als ein universelles Phänomen zu sprechen, das für Vielfalt, Offenheit und Toleranz steht.

Das Programm besteht aus fünf Dialogblöcken und umfasst die gesamte Dauer der Ausstellung von Frühling 2011 bis Frühling 2012. Der erste Dialog wird am Samstag, 2. April 2011, stattfinden. Im Abstand von rund zwei Monaten diskutieren chinesische und europäische Wissenschaftler im National Museum of China über verschiedene Facetten der Aufklärung. Jeder Dialog besteht aus einer öffentlichen Vorlesung und Podiumsdiskussion.

Die Veranstaltungsreihe, die von einer deutsch-chinesischen Expertengruppe entwickelt wurde, wird die Grundlagen der europäischen und chinesischen Aufklärung beschreiben. Der Begriff soll dabei aber nicht auf seine philosophische und historische Bedeutung begrenzt bleiben, so Lorentz. Er werde vielmehr in die kulturelle Gegenwart gerückt und mit anderen Themen verknüpft: chinesische Tradition, Moderne, Wissenschaft und Kunst. So soll der zeitgenössische Wert der Aufklärung für China wie Europa aufgezeigt werden. Mitglieder der Expertengruppe sind u. a. der Publizist und Historiker Tilman Spengler, der Soziologe Wolf Lepenies sowie Huang Ping, Professor an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, und der Direktor der Zentralakademie der bildenden Künste, Pan Gongkai.

Die Ausstellung Die Kunst der Aufklärung wird maßgeblich vom Auswärtigen Amt finanziert. Die drei deutschen Museumseinrichtungen zeigen im National Museum of China in Peking auf einer Gesamtfläche von 2700 m² mehr als 450 Exponate. Im Mittelpunkt stehen dabei Kunstwerke, in denen die zentralen Ideen der Aufklärung sichtbar werden, ihr Einfluss auf die Bildenden Künste sowie ihre Wirkungsgeschichte von den künstlerischen Revolutionen des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Neben dem Programm im National Museum of China führt die Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit verschiedenen chinesischen Partnern eine Reihe von Salons zum Thema durch, in denen deutsche und chinesische Intellektuelle sich über philosophische, gesellschaftliche und künstlerische Aspekte austauschen. Die Salonveranstaltungen sind dem klassischen Salon der Aufklärung nachempfunden. Den heutigen Rahmenbedingungen angepasst, soll er ein Ort für offene Gespräche über Kunst, Kultur und Philosophie sein. Dabei wechselt der Salon nach jedem Dialogblock bewusst den Ort. Der Salon wird u.a. im Ullens Center for Contemporary Art und an der Peking-Universität (Beida) stattfinden.

Die Stiftung Mercator engagiert sich neben Aufklärung im Dialog im Kulturmanagement in China. In einem Qualifizierungsprogramm für Kulturschaffende aus verschiedenen Kulturfeldern, die durch eine landesweite Ausschreibung in China ausgewählt werden, erwerben rund 20 Kulturschaffende jährlich in Seminaren und Praktika Kenntnisse über Inhalte und Strukturen des deutschen und europäischen Kulturmanagements, um den Wissenstransfer zwischen China und Deutschland zu stärken. Das Qualifizierungsprogramm für chinesische Nachwuchsführungskräfte im Kulturmanagement ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Mercator zusammen mit dem Goethe-Institut, des Instituts für Kultur- und Medienmanagement und der Freien Universität Berlin.

Über die Stiftung Mercator:
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So möchte sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.
http://www.stiftung-mercator.de

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Veranstaltungsreihe Aufklärung im Dialog:
Marisa Klasen
Stiftung Mercator

Kommunikationsmanagerin
Tel.: +49 201 245 22-53
marisa.klasen@stiftung-mercator.de

Ausstellung Die Kunst der Aufklärung:
Mechtild Kronenberg
Staatliche Museen zu Berlin
Leiterin Presse, Kommunikation und Sponsoring
Tel.: +49 30 266 42 34-00
kommunikation@smb.spk-berlin.de
http://www.smb.museum Weitere Informationen: http://www.aufklaerung-im-dialog.com http://www.kunstderaufklärung.de
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