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Logistikinnovationen für die Maritime Wirtschaft

02.12.2010 - (idw) Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Fraunhofer CML in Hamburg eröffnet
In Hamburg eröffnete am 2. Dezember 2010 das Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML als Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML. Das Hamburger CML rundet die Kommpetenzen des Dortmunder Logistikinstituts im Bereich der Schienen- und Straßenverkehr sowie der Binnenschifffahrt und Luftfracht um die verkehrslogistischen Aktivitäten im Seeverkehr ab. Gleichzeitig schließt die Fraunhofer-Gesellschaft damit die einzige noch verbliebene Lücke ihrer Präsenz in allen Bundesländern. Mit der Leitung des CML wurde Prof. Dr.-Ing. Carlos Jahn vom Institut für Maritime Logistik der Technischen Universität Hamburg betraut. Menschen und Waren reisen um die Welt. Über 10 000 Schiffe laufen den Hamburger Hafen pro Jahr an. Etwa zwei Drittel davon sind Containerschiffe, Tendenz steigend. »Maritime Logistik ist das Rückgrat des Welthandels«, betont Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen, Leiter des Dortmunder Fraunhofer IML und hier verantwortlich für den Bereich Logistik, Verkehr und Umwelt. In der maritimen Logistik gelte es jenseits der kurzfristigen Schwankungen der Nachfrage nachhaltige Netzwerke und Prozesse, Schiffsflotten und Hafenanlagen für die Zukunft zu gestalten.

Häfen, Reedereien und Logistikdienstleister in der maritimen Transportkette stehen vor großen Herausforderungen sie sind ständig auf Innovationen angewiesen, um sich im globalen Wettbewerb zu behaupten. »Mehr als 90 Prozent der interkontinentalen Güterströme werden über den Seeweg transportiert. Immer mehr Waren müssen in kürzeren Zeiträumen verschifft, auf limitierten Hafenflächen umgeschlagen und gelagert sowie über die stark ausgelasteten Hinterland-Anbindungen weitergeführt werden«, erklärt Professor Jahn. Um diese Warenströme wirtschaftlich, umweltverträglich und sicher zu realisieren, seien innovative Systemlösungen in der maritimen Logistik gefragt. Jahn: »Der Einsatz moderner Technologien, das reibungslose Ineinandergreifen von Material- und Informationsflüssen entlang der Prozesskette und die Nutzung innovativer IT-Systeme mit Identifizierungs- und Ortungsfunktionen sind dafür wichtige Erfolgsfaktoren.«

Das neue Fraunhofer-Center ist an das Fraunhofer IML angebunden und profitiert von dessen in Dortmund, Prien und Frankfurt aufgebauten Kompetenz in der Verkehrslogistik sowie von der Fraunhofer-Allianz Verkehr, einem Zusammenschluss von 18 Fraunhofer-Instituten mit ihren nationalen und internationalen Verflechtungen. Gleichzeitig arbeiten die Forscherinnen und Forscher des CML eng mit der der TU Hamburg zusammen, in deren Räumen das zunächst sechsköpfige Team, das in den kommenden fünf Jahren auf über 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwachsen soll, vorübergehend auch untergebracht ist. Für den fünfjährigen Aufbauzeitraum hat die Stadt Hamburg sechs Millionen Euro bereitgestellt.

»Transport-, Logistik- und Hafenwirtschaft sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren für die Metropolregion Hamburg. Die praxisorientierte Forschung nutzt nicht nur der maritimen Wirtschaft sondern auch unserem gesamten, exportorientierten Land«, freut sich Professor Uwe Clausen. »Wir sind stolz, am größten Seehafen Deutschlands direkt vor Ort vertreten zu sein.«

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen
Tel. +49 231 9743-400
uwe.clausen@iml.fraunhofer.de

Dipl.-Ing. Stefan Schmidt
Tel. +49 231 9743-260
stefan.schmidt@iml.fraunhofer.de
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