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Wie viel Ökonomie verträgt die Kunst?

06.12.2010 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Podiumsdiskussion am 9.12.2010 um 18 Uhr im Audimax der Universität Witten/Herdecke über das Verhältnis von Wirtschaft und Kunst In Wuppertal wird ein Theater geschlossen, in Hamburg droht dem Altonaer Museum das Aus. Die öffentlichen Gelder für Kunst und Kultur werden gekürzt, der Legitimationsdruck nimmt zu. Im Gegenzug deutet sich in der Privatwirtschaft ein Trend zur Kunstförderung an. Privatleute, Unternehmen, Stiftungen übernehmen Verantwortung für einen bedeutenden Teil der deutschen Kulturlandschaft.

Die Universität Witten/Herdecke lädt ein zu einer prominent besetzten Podiumsdiskussion am 9.12.2010 um 18 Uhr im Audimax der Universität Witten/Herdecke.
Zu Gast sind:
- Professor Markus Lüpertz, Deutschlands Malerfürst und (selbsternanntes) Genie. Er denkt über die Gründung einer eigenen Kunstakademie nach.
- Hans Grothe, Bauunternehmer und Kunstsammler. Er handelte unter anderem mit Lüpertz Werken und stellte die bedeutendste Sammlung deutscher Kunst nach 1945 zusammen.
- Professor Dr. Thomas A. Lange, Vorstand der National-Bank. Er bestimmt über die Vergabe der Fördermittel aus dem Stiftungsfond seiner Bank.
- Dr. h. c. Walter Smerling, Direktor des Museum Küppersmühle und Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur moderiert die öffentliche Diskussion.

Vor dem Hintergrund der oben skizzierten Entwicklung stellen sich grundsätzliche Fragen an das Verhältnis zwischen Künstler, Förderer und Betrachter: Können Unternehmen der Kunst einen angemessenen Raum geben? Oder schließen sich Kunst und Wirtschaft durch ihre unterschiedlichen Ziele gegenseitig aus? Ist ein teures Gemälde eines renommierten Künstlers eine Investition neben anderen? Oder dient es letztlich nur der Dekoration?
"Kunst ist in dieser Zeit, in der wir leben, offensichtlich das Freieste, was es gibt", betont Markus Lüpertz die Autonomie der Kunst. Wird die Kunst nun in Abhängigkeitsverhältnisse verstrickt, die diese Freiheit gefährden? Denn "Sammler haben immer auch den Gewinn im Blick", so Hans Grothe.
Oder birgt die Verbindung von Kunst und Wirtschaft ungeahnte Möglichkeiten? "Kunst eröffnet neue Perspektiven und bereitet den Boden für Veränderungen vor", heißt es im Bericht des Stiftungsfonds der National-Bank. Erobert sich die Kunst in der Wirtschaft "Neue Räume"? Gibt es gar einen künstlerischen Weg aus der Finanzkrise? Oder verträgt sich die Kunst nicht mit der Ökonomie?

Weitere Informationen bei Dr. David Hornemann, 02302/926 - 822, david.hornemann@uni-wh.de
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