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TU Ilmenau gewinnt 100.000 Euro für bessere Studienbedingungen

06.12.2010 - (idw) Technische Universität Ilmenau

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr war die Technische Universität Ilmenau beim Wettbewerb der Hochschulinitiative Neue Bundesländer erfolgreich. Für ihr Konzept zur Erhöhung der Attraktivität der Ingenieurausbildung durch Implementierung innovativer Lehr- und Lernformen erhielt sie 100.000 Euro Preisgeld. Im Rahmen der Bundeskampagne Studieren in Fernost waren alle ostdeutschen Universitäten und Fachhochschulen dazu aufgerufen, innovative Konzepte zur Verbesserung der Studienbedingungen und zu deren besserer Vermarktung einzureichen als Preisgeld lockte insgesamt eine Million Euro. Am Wettbewerb 2010/2011 beteiligten sich 31 ostdeutsche Hochschulen. Unter den acht Preisträgern, die 100.000 Euro erhielten, waren allein drei Hochschulen aus Thüringen: Die TU Ilmenau, die Bauhaus-Universität Weimar und die Fachhochschule Jena.
Da das Eingangsniveau der Studienanfänger insbesondere in den Ingenieurwissenschaften sinkt, will die TU Ilmenau mit dem Preisgeld eine sogenannte Basic School einrichten, in der Grundwissen von Ingenieuren stärker anwendungsorientiert vermittelt wird. Um den Übergang von der Schule ins Studium zu verbessern, werden den angehenden Studentinnen und Studenten konstruktive mechanische Fähigkeiten, elektrotechnisches Grundwissen, Grundkenntnisse in Informatik sowie mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen vermittelt. Dabei setzt die TU Ilmenau auf neue Lehr- und Lernformen. Die Inhalte werden nicht nur durch sogenannten Frontalunterricht vermittelt, also in Unterrichtsstunden, in denen ein Lehrer seinen Schülern das Wissen lediglich vorträgt. Stattdessen werden die Kenntnisse verstärkt in Projektarbeit, im offenen Unterricht oder in Planspielen erarbeitet.
Prof. Jürgen Petzoldt, Prorektor für Bildung, ist überzeugt, dass Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Ingenieurstudium an der TU Ilmenau entscheiden, mit der Basic School fachlich genau dort abgeholt werden, wo sie stehen, und dass sie von Anfang an aktiv in die Gestaltung ihres Studiums einbezogen werden. Mit dem vereinfachten Einstieg in technische und naturwissenschaftliche Studiengänge soll die Hemmschwelle von Schülern, ein Ingenieurstudium zu ergreifen, gesenkt werden. So will die einzige technische Universität Thüringens die Zahl der Ingenieurstudenten merklich steigern.

Hintergrund:

Die Hochschulinitiative Neue Bundesländer ist eine Initiative der Wissenschafts- bzw. Kultusministerien der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit den von ihr ausgelobten Preisen werden seit 2009 Best-Practice-Beispiele prämiert, die allen ostdeutschen Hochschulen Anregungen bei der Verbesserung ihrer Marketing- und Servicequalität geben sollen.
Die Kampagne Studieren in Fernost wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ihr Ziel ist es, mehr westdeutsche Studieninteressierte für ein Studium in Ostdeutschland zu gewinnen. Für das BMBF koordiniert das Bundesland Sachsen Anhalt die Kampagne.
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