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Der Hund als Superdetektor

06.12.2010 - (idw) Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Nach der erfolgreichen Durchführung des ersten Workshops "Innovative Methoden zur Konditionierung von Sprengstoffspürhunden" plant die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eine Folgeveranstaltung für das kommende Jahr. Kürzlich wurde an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg der erste nationale Workshop zum Thema Innovative Methoden zur Konditionierung von Sprengstoffspürhunden durchgeführt - allerdings nicht im Beisein von Hunden. Die Veranstaltung zeigte, wie komplex die Thematik sich darstellt, wenn die Leistung solcher Spürhunde wissenschaftlich bewertet werden soll.

Um einen einheitlichen gemeinsamen Ansatz und somit ein Grundverständnis über die Leistungsfähigkeit von Hunden zu finden, diskutierten die Teilnehmer insbesondere das Thema Trainingshilfsmittel. Ein solches Hilfsmittel sind beispielsweise die Echtstoff-Mikromengenprüfkörper, die in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Peter Kaul mit einem externen Partner entwickelt wurden.

An dem Workshop teilgenommen haben Vertreter öffentlicher Behörden, private Sicherheitsdienstleister und Hersteller von Trainingsmitteln für die Hundeausbildung. Jede dieser Gruppen hat ganz unterschiedliche Bedürfnisse, die aus den jeweiligen Aufgaben resultieren. Das reicht von dem Bedarf nach zertifizierten Ausbildungshilfsmitteln für Drogen, Explosivstoffe sowie biologische Proben, dem Wunsch nach einem jährlichen Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus Forschung, Industrie und Anwendern und einer Fortbildung mit der Teilnahme an Ringversuchen.

Von besonderer Bedeutung ist hierbei, dass erst durch die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, wie der Kynologie, Biologie, Chemie und instrumentellen Analytik im Dialog mit den Anwendern, das Aufspüren (Detektion) von gefährlichen Stoffen mit Hunden von einer rein empirischen Betrachtungsweise auf eine wissenschaftlich geprüfte Verfahrensweise umgestellt werden kann. Dies ist besonders wichtig, um die Leistungsgrenzen dieser Technik in der Praxis definieren zu können.

Die positive Resonanz der Teilnehmer auf den branchenübergreifenden Informationsaustausch veranlasst die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr als Mitinitiator im kommenden Jahr am Campus Rheinbach eine Folgeveranstaltung mit einem neuen Themenschwerpunkt anzubieten.

Kontakt:
Marcel Krouidmi
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Fachbereich Angewandet Naturwissenschaften der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
E-Mail: marcel.krouidmi@h-brs.de Weitere Informationen: http://fb05.h-bonn-rhein-sieg.de/Sicherheitsforschung_AK_Kaul.html
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