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Nachhaltige Eingliederung von Arbeitslosen ist für die Arbeitsvermittler vorrangig

15.12.2010 - (idw) Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Zwei Drittel der Arbeitsvermittler und Fallmanager halten eine nachhaltige Eingliederung von Arbeitslosen in Beschäftigung für wichtiger als die schnelle Vermittlung in irgendeinen Job, zeigt eine Befragung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW). Befragt wurden mehr als 400 Vermittler in Arbeitsagenturen, Jobcentern und Optionskommunen. Letztere betreuen Hartz-IV-Empfänger ohne eine Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Die Studie zeigt auch: Je nachdem, wie die Vermittler die Problemlage der Arbeitslosen einschätzen, berücksichtigen sie mehr oder weniger die Wünsche der Arbeitslosen beim Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Bei Arbeitslosen mit Motivationsproblemen sagen gut zwei Drittel der Vermittler, dass sie Maßnahmen wie Ein-Euro-Jobs auch mal gegen den Wunsch des Arbeitslosen einsetzen. Wenn die Vermittler bei einem Arbeitslosen keine Motivationsprobleme sehen, erklären wiederum gut zwei Drittel, dass sie die Maßnahmen nur auf Wunsch des Kunden nutzen, also zum Beispiel eine Weiterbildung genehmigen.

Arbeitslose mit mehreren Vermittlungshemmnissen haben eher selten ein Beratungsgespräch

Bei den Hartz-IV-Empfängern haben tendenziell die Arbeitslosen ohne größere Vermittlungshemmnisse am häufigsten ein Beratungsgespräch. Auch noch relativ häufig werden Arbeitslose mit Motivationsproblemen beraten. Sind jedoch gleich mehrere Vermittlungshemmnisse auf einmal vorhanden, ist die Kontaktdichte am geringsten.
Auch bei den für die Arbeitslosengeld-Empfänger zuständigen Arbeitsagenturen sind die Zeitabstände zwischen den Beratungsgesprächen bei den sogenannten Betreuungskunden, die mehrere Vermittlungshemmnisse aufweisen, am längsten. Anders als bei den Hartz-IV-Empfängern sind die Kontakte mit den sogenannten Marktkunden also den Personen mit guten Aussichten jedoch ebenfalls relativ selten, wohl auch, weil diese auf die Selbstinformationssysteme wie die Internet-Jobbörse der Arbeitsagentur zur Arbeitsuche verwiesen werden. Bei den Arbeitsagenturen konzentriert sich damit die Betreuung auf die Arbeitsuchenden mit mittelschweren Hemmnissen.

Die IAB-Studie im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2010/kb2510.pdf.
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