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Weimarer Intellektuelle. Der Mittelweg 36 6/2010 ist erschienen

20.12.2010 - (idw) Hamburger Institut für Sozialforschung

Bis auf den heutigen Tag haben die Kultur Weimars und ihre intellektuellen Protagonisten an Faszination wenig eingebüßt. So porträtiert der israelische Ideenhistoriker Steven E. Aschheim im neuen Heft des Mittelweg 36 (6/2010) mit Figuren wie Hannah Arendt, Gershom Scholem, Franz Rosenzweig, Leo Strauss, Walter Benjamin und Theodor W. Adorno "Grenzüberschreitende Kultfiguren". Indem er eine Summe seiner jahrzehntelangen Forschungen zieht, sondiert er das kulturpolitische Vermächtnis des deutsch-jüdischen Geistes zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Auf eine bedeutende, freilich weitgehend vergessene Verkörperung des liberalen Denkens der Weimarer Republik lenkt Jens Hacke die Aufmerksamkeit: Seine Studie mit dem Titel "Moritz Julius Bonn ein vergessener Verteidiger der Vernunft" zeichnet die intellektuelle Physiognomie eines Staatswissenschaftlers nach, der zwar zu den einflussreichen Förderern Carl Schmitts gehörte, aber nicht bereit war, den eigenen liberalen Republikanismus in der Krise der Zwischenkriegszeit preiszugeben.

In den "Nachrichten aus dem Institut" ist die Laudatio nachzulesen, die Jürgen Habermas auf Jan Philipp Reemtsma, einem der diesjährigen Träger des "Preises für Verständigung und Toleranz" gesprochen hat. Auch Reemtsmas Dankrede an das Jüdische Museum Berlin ist abgedruckt.

Schließlich werfen Friederike Bahl und Philipp Staab einen Blick zurück auf die hochfliegenden Hoffnungen, die in der Soziologie an die Heraufkunft einer Dienstleistungsgesellschaft gerichtet waren. Unter dem Titel Das Dienstleistungsproletariat entwerfen sie ein Forschungsprogramm, das die sozialen Realitäten von Dienstleistungsarbeitnehmer/innen im Niedriglohnsektor ausleuchten soll.

Wolfgang Kraushaar erinnert in der Protest-Chronik an die Verstrickung Antonio Negris in den italienischen Linksterrorismus.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an:
Martin Bauer, Gaby Zipfel
Zeitschrift Mittelweg 36
Hamburger Institut für Sozialforschung
Mittelweg 36
20148 Hamburg
Tel.: 040 / 41 40 97 - 16 oder -32
Fax: 040 / 41 40 97 - 11
E-Mail: zeitschrift@his-online.de Weitere Informationen: http://www.his-online.de/zeitschrift/aktuellesheft.html
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