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Durchbruch gelungen: Leuphana realisiert Libeskind-Bau

21.12.2010 - (idw) Leuphana Universität Lüneburg

Lüneburg. Die Leuphana Universität Lüneburg wird den geplanten Libeskind-Bau auf ihrem zentralen Campus mit sofortiger Wirkung realisieren. Das beschloss der Stiftungsrat der Universität auf seiner gestrigen Sitzung und folgte damit einem entsprechenden Vorschlag des Universitäts-Präsidiums. Für den Bau stehen Mittel in Höhe von 57,7 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Errichtung ihres neuen Zentralgebäudes, eines Hotels und zusätzlicher Parkplatzflächen hatte die Universität bislang das Modell einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) verfolgt. Das ÖPP-Verfahren hat nun ergeben, dass die Realisierung der Baumaßnahme mit einem privaten Partner keine wirtschaftlichere Alternative darstellt. Die Universität wird den Libeskind-Bau deshalb in Eigenregie bauen und betreiben.

In seiner gestrigen Sitzung hatte sich der Stiftungsrat intensiv mit den Ergebnissen des Wettbewerblichen Dialogs beschäftigt. Er beauftragte das Universitäts-Präsidium, das ÖPP-Vergabeverfahren abzuschließen und den Neubau des Zentralgebäudes unmittelbar selbst in die Hand zu nehmen. Ein Hotel und Gästehaus kann von privaten Partnern außerhalb des Universitätsgrundstücks umgesetzt werden. Errichtung und Betrieb von Parkflächen sollen an einen externen Investor vergeben werden. Leuphana-Vizepräsident Holm Keller dankte dem Stiftungsrat: Mit seiner heutigen Entscheidung hat der Stiftungsrat das Projekt auf die Zielgerade gebracht. Nach Genehmigung des Bauantrags der Universität durch die Stadt Lüneburg und Vergabe der Bauleistungen können die Bauarbeiten unmittelbar beginnen." Die Grundsteinlegung sei für das Frühjahr 2011 geplant, Ostern 2014 solle das Gebäude den Betrieb aufnehmen.

Stiftungsrats-Vorsitzender Dr. Volker Meyer-Guckel erklärte: Die Entscheidung des Stiftungsrates ist zukunftsweisend für die Universität. Die Pläne für das neue Gebäude seien soweit konkretisiert worden, dass sich mit einer Realisierung in Eigenregie kein ungebührliches Kostenrisiko verbinde. Für den künftigen Betrieb des Gebäudes stünden Landesmittel im erforderlichen Umfang zur Verfügung. Positiv bewertete Meyer-Guckel auch, dass nun keine Nutzungsrechte privater Dritter an dem Universitätsbau entstünden.

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge begrüßt die jetzt getroffene Entscheidung: Dieses klare Ergebnis des Verfahrens ist für Stadt und Landkreis Lüneburg ebenso wichtig wie für die Universität. Das Projekt hat große Bedeutung für die gesamte Region. Die Stadt Lüneburg werde den bereits vorliegenden Bauantrag zügig bearbeiten.

Die Pläne sorgen bereits seit längerer Zeit für große Aufmerksamkeit über die Grenzen Lüneburgs hinaus. Die Zusagen für Fördermittel sind entsprechend breit gefächert: Das Land Niedersachsen wird weitere 18,6 Mio. Euro investieren, die Europäische Union 14 Mio. Euro. Stadt Lüneburg und Landkreis Lüneburg unterstützen das Vorhaben mit 7 Mio. Euro. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat eine Förderung von mehr als 2 Mio. Euro zugesagt. Die Leuphana selbst wird Erlöse aus dem Verkauf von Liegenschaften in Höhe von 9 Mio. Euro einbringen. Weitere zweckgebundene Mittel in Höhe von insgesamt 6,9 Mio. Euro stehen bereit, u.a. von den jüdischen Gemeinden Niedersachsens. Zusätzliche Fördermittel in Höhe von 0,4 Mio. Euro kommen auch von der evangelischen und der katholischen Kirche.

Daniel Libeskind hatte im Sommersemester 2007 den Ruf auf eine nebenamtliche Professur an der Leuphana angenommen. In zahlreichen Lehrveranstaltungen entwickelte er gemeinsam mit Studierenden der Universität einen Gestaltungsentwurf für das neue Zentralgebäude und einen Masterplan für die Realisierung einer modernen Campusuniversität.
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