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Helfer, Retter und Netzwerker des Widerstands

21.12.2010 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

3. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung am 27. und 28. Januar in Berlin

Mit den Ursachen, Ereignissen, Opfern und Täterinnen und Tätern des Nationalsozialismus hat sich die Forschung intensiv auseinandergesetzt. Vergleichsweise wenig wissen wir jedoch über diejenigen, die sich dem Nationalsozialismus entgegengestellt haben. Diese Helfer und Retter kamen aus den unterschiedlichsten Schichten, traten in ganz unterschiedlicher Gestalt und mit unterschiedlichsten Motiven auf. Warum und wie jemand Helfer, Retter oder Netzwerker des Widerstands im Nationalsozialismus wurde und welche Schlüsse wir daraus für Gegenwart und Zukunft ziehen können: Dies sind die Themen der 3. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung vom 27. bis 28. Januar 2011 in Berlin.

Auf der Konferenz werden die neuesten Erkenntnisse der Helferforschung zu prosozialem Verhalten unter totalitären Bedingungen aus interdisziplinärer Perspektive vorgestellt. Zur Konferenz laden die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, das Kulturwissenschaftliche Institut Essen und die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand ein. Den Eröffnungsvortrag hält der Bundesminister des Innern Thomas de Maizière.

In Podien und Vorträgen kommen u.a. zu Wort: Ladislaus Löb, Universität Sussex in Brighton/ Autor des Buches Geschäfte mit dem Teufel, Harald Welzer, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Johannes Tuchel, Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Wolfram Wette, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Barbara Schieb, Gedenkstätte Stille Helden, Dennis Riffel, Gegen Vergessen Für Demokratie e.V., Beate Kosmala, Gedenkstätte Stille Helden, Bob Moore, Universität Sheffield, Irena Steinfeldt, Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem, Marten Düring, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Ethan Hollander, Wabash College, Crawfordsville, Indiana, Gerd Hankel, Hamburger Institut für Sozialforschung, Natan Sznaider, Academic College of Tel-Aviv, Susanne Beer, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Deidre Berger, American Jewish Committee und Reinhard Kahl, Journalist.

Praxisforum: Zivilcourage lernen am 29. Januar
Im Anschluss an die Konferenz findet am 29. Januar 2011 das Praxisforum Zivilcourage lernen statt, Hier werden die Bedeutung prosozialen Verhaltens in der Gegenwart sichtbar gemacht, Handlungsspielräume aufgezeigt und für sie sensibilisiert. Beispiele für die Förderung von Zivilcourage werden präsentiert und unterschiedliche Handlungsfelder zum Thema Zivilcourage im Kontext der Aufgaben der politischen Bildung diskutiert. Es sprechen u.a.: Philip George Zimbardo (em.), Stanford Universität, bekannt durch das Stanford Prison Experiment und Alfons Kenkmann, Universität Leipzig.

Datum: 27./28. und 29. Januar 2011
Ort: dbb forum berlin, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin
Es wird kein Teilnahmebeitrag erhoben. Verbindliche Anmeldung unter: http://www.lab-concepts.de/anmeldung/holocaustforschung. Akkreditierung für Journalisten: presse@bpb.de

Tagungsprogramm und weitere Informationen unter:
http://www.kulturwissenschaften.de und http://www.bpb.de

Pressekontakt:
Daniel Kraft, Stabsstelle Kommunikation, Bundeszentrale für politische Bildung, Tel. 0228/99515-200, presse@bpb.de / Viola Noll, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Tel. 0201/7204-152, viola.noll@kwi-nrw.de.

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

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