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Studie: Psychisch kranke Kinder werden sie in Sachsen erkannt und gut behandelt?

22.12.2010 - (idw) Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Die Versorgungslage im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ist in den letzten Jahren in Deutschland immer wieder kontrovers diskutiert worden, insbesondere wenn jugendliche Patientinnen und Patienten in Gewaltkriminalität und 'Amokläufe' verwickelt waren. Sachsen ist sich dieser Problematik bewusst und beauftragte Forscher der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus mit einer Erhebung zum Ist-Stand im Freistaat. Das Zusammenspiel innerhalb der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie von ambulanter und stationärer Versorgung, die Kooperation zwischen Schule, Elternhaus, Jugendamt, Strafverfolgungsbehörden und anderen involvierten Organisationen sowie die Mischfinanzierung dieses Versorgungssektors durch Krankenversicherung, kommunale Jugendhilfe sowie Landesbehörden wird oft als Problem wahrgenommen.

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz führt jetzt eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Joachim Kugler mit der Diplom-Psychologin Katrin Konrad, der Diplom-Soziologin Julia Schellnock, mit Adrienne Ambrus und Carolin Zettler am Lehrstuhl für Gesundheitswissenschaften/ Public Health der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden ein Forschungsprojekt zum Aktuellen Stand der kinder- und jugendmedizinischen Versorgung in Sachsen und mögliche Entwicklungen aus ärztlicher und patientenorientierter Sicht durch. Die Studie läuft noch bis Ende Februar 2011. Im Mittelpunkt des Projektes steht das Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, wobei die Fachärzte dieser Disziplin zu ihrer Wahrnehmung der Versorgungssituation sowie zu Chancen und Herausforderungen interviewt werden.

Darüber hinaus werden Beratungsstellen für Kinder- und Jugendliche sowie Einrichtungen der Jugendhilfe schriftlich befragt. Ziel ist es, aufbauend auf der Darstellung zur aktuellen Versorgungslage im ambulanten und stationären kinderpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Bereich in Sachsen, fundierte Überlegungen für eine bedarfsgerechte Versorgung abzuleiten und Möglichkeiten zum Überwinden der derzeitigen unbefriedigenden Situation herauszuarbeiten.

Kontakt
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Joachim Kugler
Lehrstuhlinhaber Gesundheitswissenschaften/ Public Health
E-Mail: kugler@gesundheitswissenschaften-dresden.de
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