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Neue Forschungsgruppe Communicating Disaster

23.12.2010 - (idw) Universität Bielefeld

Eröffnungskonferenz am Zentrum für interdisziplinäre Forschung

Was macht eine Katastrophe eigentlich zur Katastrophe? Oder anders gefragt: Wie werden Naturereignisse zu Ereignissen mit sozialer Bedeutung? Diese kommunikative Perspektiven auf Ereignisse, welche soziale Ordnungen (zer)stören und die auf faszinierende Weise zwischen physikalischer Realität und sozialen Konstruktionen aufgespannt sind, charakterisiert die aktuelle Forschungsgruppe Communicating Disaster am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. Vom 13. bis 15. Januar findet die Eröffnungskonferenz der neuen Forschungsgruppe statt, die sich zukünftige mit diesen Fragen beschäftigen wird. Die Tagung soll aktuelle Fragen der Definition und Deutung von Katastrophen aufgreifen, sich mit ausgewählten empirischen Befunden auseinandersetzen, Forschungsdesiderate aufzeigen und damit für das Forschungsjahr relevante Diskussionen anstoßen. Wer kommuniziert wann und wie mit wem, um mitzuteilen, dass sich eine Katastrophe ereignet hat, aber auch um die Bekämpfung dieser Katastrophe zu realisieren beziehungsweise zu koordinieren und so irritierte oder zerstörte soziale Ordnungsstrukturen wieder herzustellen? Und wie werden die Geschehnisse später evaluiert, kommentiert und damit letztlich auf den Umgang mit künftigen Risiken verwiesen?

Neben Plenarvorträgen sind auch thematisch strukturierte Panels vorgesehen, die die unterschiedlichen Perspektiven auf Katastrophen unter Schlagwörtern bündeln, gleichzeitig aber jeweils eine breite disziplinäre Differenzierung vorsehen. So beschäftigt sich das Panel Microdisasters mit der Frage, welche Auswirkungen die Störung sozialer Ordnung im Kleinen hat und was daran bereits katastrophisch ist. Das Panel Disasters and Media geht dem komplexen Verhältnis von Bericht und Konstruktion, mit dem Medien in Katastrophen konfrontiert sind, aus wissenschaftlicher wie praxisnaher Perspektive nach und beschäftigt sich dabei auch mit der Auswirkungen der sogenannten sozialen Medien auf die Katastrophenwahrnehmung. Das Panel Disaster Management versammelt praxisnahe Katastrophenforscher und Praktiker unter der Frage, wie Katastrophen vorhersehbar, bewältigbar, eventuell gar beherrschbar gemacht werden können. Das vierte Panel zu Futures schließlich bietet einen technisch-sozialen Ausblick auf mögliche Zukünfte der Katastrophenbewältigung.

Es werden Vorträge von Professor Greg Bankoff (University of Hull, Großbritannien) und Pro-fessor Dr. Wolf R. Dombrowsky (Steinbeis-Hochschule, Berlin) gehalten.

Geleitet wird die Konferenz von Professor Dr. Jörg Bergmann (Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld), Professorin Dr. Heike Egner (Institut für Geographie und Sozialforschung, Universität Klagenfurt) und Professor Dr. Volker Wulf (Fachbereich Wirtschaftsinformatik, Universität Siegen).

Die Tagungssprache ist Englisch.

Tagungszeiten:
13. Januar, 12.30 Uhr bis 18.30 Uhr
14. Januar, 9 Uhr bis 18.30 Uhr
15. Januar, 9 Uhr bis 12.30 Uhr

Weitere Informationen im Internet:

http://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZIF/FG/2010CommunicatingDisaster/Events/01-13-Inauguration.html

Kontakt bei inhaltlichen Fragen:
Sarah Hitzler und Marén Schorch, Universität Bielefeld
Wissenschaftliche Assistentinnen der Forschungsgruppe, ZiF
Tel.: 0521 / 106 2776
Email: communicating_disaster@uni-bielefeld.de

Tagungsorganisation:
Trixi Valentin, Universität Bielefeld
Zentrum für interdisziplinäre Forschung
Tel. 0521 / 106 2793
Email: Trixi.Valentin@uni-bielefeld.de
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