Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 22. Juli 2019 

Spiel als Weltsymbol - Veröffentlichung der Eugen Fink-Forschungsstelle

28.12.2010 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Forschungsstelle an der Universität Mainz gibt neuen Band der auf
30 Bände angelegten Gesamtausgabe heraus Das Spiel ist so alt wie die Menschheit. Mit der Philosophie des Spiels hat sich der deutsche Philosoph Eugen Fink beschäftigt, der es als ein Grundphänomen des menschlichen Daseins betrachtete. Nun widmet sich ein neues Buch Finks Texten zur Philosophie des Spiels und dessen Bedeutung für die menschliche Existenz. Der Titel Spiel als Weltsymbol ist als Band 7 der Eugen Fink Gesamtausgabe im Verlag Karl Alber erschienen. Die Edition der auf etwa 30 Bände angelegten Gesamtausgabe liegt beim Arbeitsbereich Praktische Philosophie und der Eugen Fink-Forschungsstelle an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Hauptherausgeber ist Univ.-Prof. Dr. Stephan Grätzel vom Philosophischen Seminar der Universität.

Eugen Fink (1905-1975), ein Schüler von Husserl und Heidegger, wurde 1948 in Freiburg auf den ersten Lehrstuhl für Philosophie und Erziehungswissenschaft berufen. Das Spiel betrachtete er als einen Grundzug des Menschen, der darin seine soziale Interaktion ausdrückt, Möglichkeiten des Zusammenlebens auslotet und Regeln dafür entwirft. Fink zeigt uns das Spiel als ein Grundphänomen des Menschseins, das schon immer und auch heute noch kulturbildend wirkt, erläutert Dr. Annette Hilt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Internationalen Eugen Fink-Forschungsstelle für phänomenologische Anthropologie und Sozialphilosophie in Mainz. Seine Methoden und Ansätze sind besonders für die Pädagogik heute noch interessant und wichtig.

Der Band Spiel als Weltsymbol umfasst Texte, mit denen Fink in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre sein kosmologisches Denken durch Rekurs auf das Phänomen des Spiels untermauert. Er enthält in textkritischer Neuauflage Finks Hauptwerk Spiel als Weltsymbol (1960) sowie die Vorgängerschrift Oase des Glücks (1957). Beide Schriften werden durch Notizen ergänzt, in denen Fink im Sommersemester 1954 sein Seminar Die pädagogisch-philosophische Bedeutung des Spiels entwarf, sowie durch Fragmente von Vortragstexten zum selben Thema. Das Fachbuch wendet sich insbesondere an Leser aus Philosophie, Kultur- und Sozialwissenschaften.

Die Eugen Fink-Forschungsstelle wurde 2009 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stephan Grätzel eingerichtet. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, das Werk Eugen Finks zu erschließen und die Gesamtausgabe zu editieren, Grundlagen für Forschungsprojekte mit interdisziplinärer Ausrichtung im Bereich der phänomenologischen Anthropologie und Sozialphilosophie bereitzustellen und dabei besonders auch das gesellschaftliche Interesse an der Behandlung und Begründung von Werten im pädagogischen und im therapeutischen Bereich zu berücksichtigen. Die Forschungsstelle baut ein internationales und interdisziplinäres Forschungsnetzwerk auf; gerade hat ein erstes interdisziplinäres Projekt zusammen mit dem Institut für Erziehungswissenschaft zu der grundlagentheoretischen Bedeutung des Selbst für Phänomene der Erziehung und Sozialisation begonnen.

Veröffentlichung:
Fink, Eugen
Spiel als Weltsymbol

344 Seiten, gebunden, 68,- Euro
ISBN 978-3-495-46315-4

Weitere Informationen:
Dr. Annette Hilt
Eugen Fink-Forschungsstelle
Philosophisches Seminar - Arbeitsbereich Praktische Philosophie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-22459
E-Mail: hilt@uni-mainz.de Weitere Informationen: http://www.philosophie.uni-mainz.de/146_DEU_HTML.php (Dr. Annette Hilt) http://www.philosophie.uni-mainz.de/313_DEU_HTML.php (Forschungsstelle)
uniprotokolle > Nachrichten > Spiel als Weltsymbol - Veröffentlichung der Eugen Fink-Forschungsstelle
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/209306/">Spiel als Weltsymbol - Veröffentlichung der Eugen Fink-Forschungsstelle </a>