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Mit 17 Jahren Bachelor: FernUniversität kann besonders begabte junge Menschen fördern

01.08.2003 - (idw) FernUniversität in Hagen

17 Jahre jung, Bachelor-Abschluss an der FernUniversität in Hagen, und die Ministerin für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen ließ es sich nicht nehmen, Arno Pauly als jüngstem Absolventen der Universität persönlich zu gratulieren: Hannelore Kraft hielt sich am heutigen Donnerstag, 31. Juli, zu einem Arbeitsbesuch in der FernUniversität auf und nahm gerne die Gelegenheit wahr, dem hoch begabten jungen Absolventen des Fachbereichs Informatik alles Gute für sein weiteres Leben zu wünschen: "Weiter so, wir brauchen mehr gute wissenschaftlich ausgebildete junge Leute!" Für Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer ist die FernUniversität "bestens geeignet, besonders begabte Schülerinnen und Schüler zu fordern und dadurch zu fördern." Kurz vor dem Glückwunsch der Ministerin hatte der Dekan des Fachbereichs Informatik, Prof. Dr. Rutger Verbeek, dem vielleicht jüngsten Bachelor of Science in Deutschland das Zeugnis überreicht.

Arno Paulys Studienschwerpunkt war die Künstliche Intelligenz, und so wählte er für seine schriftliche Abschlussarbeit bei Prof. Dr. Hermann Helbig, Lehrgebiet Praktische Informatik VII, das Thema "Die Axiomatik der temporalen Relationen in MultiNet."

Am 1. Oktober 1999 hatte der am 13. Juni 1986 in Celle geborene junge Mann sein Studium in Hagen als Gasthörer begonnen, weil seine Mutter nach Herausforderungen für ihn gesucht hatte. Informatik reizte ihn, denn das gab es an seiner Schule nicht und das Programmieren hatte er sich bereits selbst beigebracht. Das Universitätsstudium fiel Arno Pauly nicht immer leicht, aber er nahm es ernst und erarbeitete sich die fehlenden schulischen Grundlagen selbst. Schon nach dem ersten Semester hatte er zwei Scheine. Nun wollte er mehr: den Abschluss als Bachelor (B. Sc.). Voraussetzung dafür war die Immatrikulation in den B. Sc.-Studiengang, den der Fachbereich Informatik kurz zuvor eingeführt hatte. Dafür fehlte natürlich noch die Hochschulzugangsvoraussetzung. Das damalige Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung NRW konnte - nachdem verschiedene Voraussetzungen erfüllt waren - eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

Zugeflogen sind Arno seine überwiegend guten Noten nicht, auch mit besonders guter Auffassungsgabe ist hoher Einsatz an der FernUniversität notwendig. Für seine Hobbys - mit Freunden in Kino, Theater und Tanzschule zu gehen - blieb Arno Pauly aber noch Zeit, und darauf legte er auch großen Wert.

Die anderen FernUni-Studierenden "waren schon einmal etwas verwundert", wenn sie ihn trafen, doch das legte sich schnell. Auch für die Lehrenden waren Prüfungen mit einem Jugendlichen ungewöhnlich, "aber alle haben mich voll akzeptiert." Gleiches gilt für die Präsenzarbeit mit Mentoren im Studienzentrum Lüneburg. Besonders lobt Arno Pauly die Unterstützung von Dekanat und Prüfungsamt.

Nach seinem Erfolg hat er sich entschlossen, an der FernUniversität in Hagen nun auch den Master-Abschluss zu erreichen.
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