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Gemeinsamer Einsatz für die Wasserstraßen13.01.2011 - (idw) Bundesanstalt für Gewässerkunde
Die RWTH Aachen und die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz haben jetzt mit einem Abkommen die Basis für eine noch intensivere Zusammenarbeit gelegt.
Wenn es um die Qualität und Verfügbarkeit von Verkehrswegen geht, denken die wenigsten spontan an unsere Wasserstraßen. Dabei spielen diese Schifffahrtswege eine wichtige Rolle beispielsweise für den Transport von Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle sowie von Massengütern beziehungsweise Containerfracht. Zu den Aufgaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz gehört es zum Beispiel, die ständigen Veränderungen der Wasserstraßen, die Pegelstände oder die Wasserqualität zu beobachten sowie die Behörden der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und die Bundesregierung in den gewässerkundlichen Fragen zu beraten. Als wissenschaftliches Institut im Rang einer Bundesoberbehörde verfügt die BfG über umfassende Datenbestände, gibt kompetente Antworten auf Machbarkeitsfragen und sorgt für die notwendige Balance zwischen Ökologie und Verkehr. Seit Jahren arbeitet die BfG bei unterschiedlichen Themenstellungen mit der RWTH zusammen. Besonders enge Kontakte bestehen dabei zum Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft. Dort wird unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf beispielsweise der Sedimenttransport in Wasserstraßen untersucht. Feststoffströme in den Gewässern stehen in Verbindung mit Anlandungen und Erosionen sowie Schadstofftransporten. Diese beeinflussen die Qualität der Wasserstraßen, des Wassers, wie auch die Gewässerökologie insgesamt.
Die bewährte Zusammenarbeit haben die BfG und die RWTH jetzt durch die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens auf eine neue Ebene gehoben. Diese Vereinbarungen sind ein deutliches Zeichen, dass die Hochschule und die Bundesanstalt für Gewässerkunde ihre bereits sehr konstruktive Kooperation fortsetzen und mit einer langfristigen Perspektive versehen wollen, sagte Rektor Ernst Schmachtenberg anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Professor Michael Behrendt, Direktor der BfG wies darauf hin, dass die Vereinbarung wichtige Unterstützung für die Gestaltung von gemeinsamen Programmen der Zusammenarbeit liefern kann: Zu den übergeordneten Zielen gehört es, durch diese Vereinbarung eine starke Allianz in der gewässerkundlichen Forschung zu bilden, die eine gemeinsame, zielorientierte Bearbeitung komplexer Forschungsthemen in der erforderlichen Bandbreite und Flexibilität ermöglicht.
Mehrere Institute der RWTH und die BfG werden wissenschaftliche Fragestellungen aus den Bereichen Ökotoxikologie, chemische Analyse von Gewässern, Sediment- und Morphodynamik sowie Küstenhydrologie bearbeiten. Dabei wollen die Institutionen auch gemeinsam Förderanträge stellen. Einige Mitarbeiter werden zudem Projekte am jeweils anderen Standort bearbeiten. Für die RWTH stellt die Zusammenarbeit auch einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem Forschungszentrum Hydrotoxikologie dar.
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