Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 21. August 2014 

NRW-Wissenschaftsministerium fördert neue Laborgeräte an der TFH Georg Agricola

17.01.2011 - (idw) Technische Fachhochschule Georg Agricola

An der Technischen Fachhochschule (TFH) Georg Agricola freuen sich zwei Labore über wertvolle neue Laborgeräte, die das NRW-Wissenschaftsministerium im Rahmen des Förderprogramm FH-BASIS zu einem Großteil finanzierte. Mit rund 63.000 Euro Fördersumme und einem Eigenanteil von rund 7.000 Euro konnte die TFH Ende vergangenen Jahres einen Störgrößengenerator und ein 3D-Mikroskop anschaffen. Beide Geräte erweitern nun die Forschungsmöglichkeiten an der Bochumer Ingenieurhochschule. Mit Hilfe des Störgrößengenerators können elektromagnetische Störungen erzeugt werden, um die Störfestigkeit von elektrischen Geräten und Einrichtungen zu testen und geeignete Maßnahmen zu ihrer Verbesserung zu entwickeln. Der Hintergrund: Egal ob in Industrie oder privaten Haushalten immer mehr Geräte werden auf engem Raum eingesetzt oder miteinander vernetzt. Auftretende Fehlfunktionen haben ihre Ursache häufig in wechselseitigen Störungen durch andere Geräte oder elektrische Anlagen. Im Labor für Nachrichtentechnik der TFH wird der Störgrößengenerator im Rahmen einer Testeinrichtung für Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) eingesetzt. Neben Forschern und Studierenden der TFH können davon auch insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen profitieren, die über keine eigene EMV-Testausrüstung verfügen und im Rahmen von studentischen Abschlussarbeiten oder Drittmittelaufträgen mit der TFH kooperieren können.

Das neue digitale 3D-Mikroskop im Labor Steine und Erden Mineralische Baustoffe der TFH erweitert die Möglichkeiten der Untersuchung von Naturwerksteinen und Gesteinskörnungen erheblich, die als mineralische Baustoffe eingesetzt werden. Die Tiefenschärfe des Mikroskops ist etwa um den Faktor 20 höher als diejenige von herkömmlichen optischen Mikroskopen. Deshalb können Präparate mit unebenen Oberflächen und großen Höhenunterschieden präzise abgebildet werden, zum Beispiel einzelne Mineralbestandteile oder gebrochene Gesteinsoberflächen. Mit herkömmlichen Mikroskopen ist das nicht möglich. Auf der Grundlage von mehreren zweidimensionalen Bildern kann das neue Mikroskop durch eine spezielle Technologie Objekte auch dreidimensional visualisieren. Die untersuchten Objekte können außerdem mit Hilfe von Vermessungsfunktionen hochpräzise vermessen werden. Darüber hinaus lässt sich die Linseneinheit des Mikroskops auch mobil nutzen, um zum Beispiel Oberflächen von größeren Gesteinsproben mikroskopieren zu können.

Im Rahmen des Förderwettbewerbs FH-BASIS unterstützt das NRW-Wissenschaftsministerium die Forschung an Fachhochschulen mit rund zwei Millionen Euro. Aus 85 Förderanträgen wählte das Ministerium 34 Projekte aus, darunter die beiden TFH-Anträge von Prof. Dr. Klaus Vogt (Labor für Nachrichtentechnik) und Prof. Dr. Thomas Kirnbauer (Labor Steine und Erden Mineralische Baustoffe).
uniprotokolle > Nachrichten > NRW-Wissenschaftsministerium fördert neue Laborgeräte an der TFH Georg Agricola
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/209877/">NRW-Wissenschaftsministerium fördert neue Laborgeräte an der TFH Georg Agricola </a>