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Sprecher des Senats der Universität Essen begründet Misstrauensvotum gegen Rektorin

29.05.2002 - (idw) Universität Essen

Mit einer Presseerklärung wendet sich der Sprecher des Senats der Universität Essen, Professor Dr. Reiner Sustmann, nach dem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Rektorin Ursula Boos-Nünning, an die Öffentlichkeit. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:

"Der Senat der Universität Essen hat in seiner Sitzung am 28. Mai im Rahmen eines konstruktiven Misstrauensvotums den Prorektor Prof. K.-H. Jöckel zum Nachfolger von Frau Prof. U. Boos-Nünning mit einer Mehrheit von 15 : 3 : 0 zum Rektor gewählt.

Aus Sicht des Senates haben sich die hochschulpolitischen Rahmenbedingungen in letzter Zeit dramatisch verschlechtert. Der Senat sieht in einem personellen Wechsel an der Hochschulspitze eine möglicherweise letzte Chance, die Interessen der Hochschule im Zusammenhang mit der geplanten Fusion zu sichern. Er dankt der Rektorin und den Prorektoren, die bereit waren, ihr Amt in schwerer Zeit zu
übernehmen, für ihren Einsatz im Interesse der Hochschule.

Der Senat hat die Fusionsverhandlungen der Universitäten Essen und Duisburg kritisch begleitet. Aus seiner Sicht ist das bisherige Rektorat mit seiner Vorgehensweise in den zentralen hochschulpolitischen Absichten gescheitert. Der Senat sieht die Gefahr, dass bei dem derzeit völlig inakzeptablen Charakter der sog. "Fusionsgarantien" sich das Rektorat unter bisheriger Leitung mit einer angemessenen Bestandsaufnahme und einer klaren Gegenposition schwer tun würde. Zuletzt hat das Land seine früheren Zusagen zur Finanzierung der Fusionskosten nicht bestätigt. Aus Sicht des Senates war das Rektorat nicht mehr handlungsfähig. Daher hat der Senat die Verantwortung übernommen und einen neuen Rektor gewählt.

Der designierte Rektor hat alle Angehörigen der Universität Essen aufgefordert, konstruktiv an den zentralen Herausforderungen im Rahmen der anstehenden Fusionsverhandlungen mitzuwirken, um eine Verbesserung der Wettbewerbsposition der beiden Hochschulstandorte in regionaler und internationaler Sicht zu sichern.

In der anschließenden Debatte um den Stand der Fusion hat der Senat jeweils einstimmig sowohl eine klare Absage an die im vorliegenden Entwurf eines Fusionsgesetzes enthaltenen Einschränkungen der Autonomie-Rechte einer künftig fusionierten Hochschule, als auch eine klare Ablehnung einer Fusion unter den vom Land mit völlig unzureichenden "Garantie-Erklärungen" gesetzten Rahmenbedingungen beschlossen."


Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83 - 20 85
Weitere Informationen: Professor Dr. Reiner Sustmann, Telefon (02 01) 1 83 - 30 97


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Verantwortlich: Monika Rögge, Telefon: (02 01) 1 83 - 20 85
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