Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 23. Mai 2013 

Wissenschaftliche Expertise zum Unfall mit "Sprungstelzen"

24.01.2011 - (idw) Deutsche Sporthochschule Köln

Wissenschaftliche Expertise von Professor Gert-Peter Brüggemann zum Unfall in der Wetten, dass ..?- Sendung (04.12.2010) wird am 26. Januar an der Deutschen Sporthochschule Köln vorgestellt (Hörsaal 1, 11:30 Uhr) In der Sendung Wetten, dass ...? kam es am 04.12.2010 beim Versuch, einen Audi A8 mit Powerisern zu überspringen, zum tragischen Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch. Das ZDF beauftragte Prof. Dr. G.-P. Brüggemann vom Institut für Biomechanik und Orthopädie der Deutschen Sporthochschule Köln mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Ursachen des Unfalls. Die Rekonstruktion des Unfallsprungs und die Aufarbeitung der biomechanischen Ursachen, die zum Unfall geführt haben, sind Gegenstand einer Pressekonferenz am 26.01.2011 an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Univ.-Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann ist Leiter des Instituts für Biomechanik und Orthopädie der Deutschen Sporthochschule Köln. Seine Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Bereichen der klinisch-orthopädischen Biomechanik, der Biomechanik am Arbeitsplatz und der Biomechanik des Sports. Brüggemann studierte Mathematik, Bewegungswissenschaften und Biomechanik an den Universitäten Münster und Frankfurt/Main und promovierte an der Universität Frankfurt/Main in Biomechanik. 1984 erhielt er seinen ersten Ruf auf eine Professur für Bewegungs- und Trainingswissenschaft, um nach weiteren akademischen Stationen 1999 als Professor für Biomechanik an die Deutsche Sporthochschule Köln berufen zu werden.
2007 hatte Gert-Peter Brüggemann im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie herausgefunden, dass der beidseitig beinamputierte 400-m-Sprinter Oscar Pistorius wegen seiner hochtechnisierten federnden Unterschenkelprothesen gegenüber nichtbehinderten Sportlern erhebliche mechanische Vorteile beim Sprint mit maximaler Geschwindigkeit hat. 2008 gewann Pistorius bei den Paralympics alle Sprintstrecken.

------------------------------------------------------------
Poweriser sind Sprungstelzen, die als Funsportgerät benutzt werden. Sie enthalten eine Fiberglasfeder, die beim Auftritt gestaucht wird. Die Energie, durch die die Feder zusammengedrückt wird, wird in der Ausdehnungsphase der Feder zum großen Teil wieder frei und akzentuiert somit den Schritt oder Sprung des Sportlers.
uniprotokolle > Nachrichten > Wissenschaftliche Expertise zum Unfall mit "Sprungstelzen"
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/210335/">Wissenschaftliche Expertise zum Unfall mit "Sprungstelzen" </a>