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Nachwuchsförderung: Hochbegabte Schüler studieren in der RUB

29.05.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Trotz aller Unkenrufe und der PISA-Studie gibt es sie auch in Deutschland: hochbegabte, leistungsstarke und besonders motivierte Schülerinnen und Schüler. Um sie zu fördern und frühzeitig ihren Appetit aufs Studium anzuregen, startet die RUB zusammen mit zwölf Schulen der Umgebung im Wintersemester 2002/03 das Projekt "Schüler-Uni Bochum". Es geht zurück auf eine Initiative der Ruhr-Uni, des NRW-Wissenschaftsministeriums (MSWF) und der Bezirksdirektorenkonferenz der Bochumer Gymnasien.

Bochum, 29.05.2002
Nr. 138


RUB fördert frühzeitig den Nachwuchs
Leistungsstarke Schüler studieren an acht Fakultäten
Schüler-Uni Bochum startet im Oktober 2002


Trotz aller Unkenrufe und der PISA-Studie gibt es sie auch in Deutschland: hochbegabte, leistungsstarke und besonders motivierte Schülerinnen und Schüler. Um sie zu fördern und frühzeitig ihren Appetit aufs Studium anzuregen, startet die RUB zusammen mit zwölf Schulen der Umgebung im Wintersemester 2002/03 das Projekt "Schüler-Uni Bochum". Es geht zurück auf eine Initiative der Ruhr-Uni, des NRW-Wissenschaftsministeriums (MSWF) und der Bezirksdirektorenkonferenz der Bochumer Gymnasien.

Voll integriert

In der Schüler-Uni Bochum wird es keine speziellen Angebote für die Studierenden von morgen geben, stattdessen nehmen die von den beteiligten Schulen ausgewählten Schüler (der Jahrgangsstufen 10 bis 13) am regulären Vorlesungs- und Seminarbetrieb teil. Sie machen Experimente, halten Referate, schreiben Klausuren und bekommen dafür entsprechende Leistungsnachweise. Sollten die Schüler nach dem Abitur tatsächlich studieren, werden diese Studienleistungen rückwirkend anerkannt.

Erfolgserlebnisse gewünscht

An der RUB beteiligen sich acht Fachbereiche am Projekt: Philosophie, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik & Informationstechnik, Mathematik, Physik & Astronomie, Geowissenschaften sowie Chemie. Sie wählen aus ihrem jeweiligen Programm zwei für die Schüler geeignete Veranstaltungen aus. Vor allem in den Natur- und Technikfächern wird darauf geachtet, dass dafür nicht allzu große Mathekenntnisse notwendig sind. "Schließlich sollen die Schüler Erfolgserlebnisse haben und Gefallen am Studium und an der Ruhr-Uni finden", erklärt Reiner Höck, der die Schüler-Uni auf Seiten der RUB-Verwaltung betreut. Auch die Fachbereiche benennen je einen Projektbeauftragten, der als Ansprechpartner für Schulen und Schüler fungiert.

Kölner Erfahrungen

Die - natürlich freiwillig - teilnehmenden Schüler werden für ihre Zeit an der Uni vom Schulunterricht freigestellt, für die Wege zwischen Uni und Schule sind sie versichert und natürlich sind auch ihre Eltern einverstanden. Ändert ein Schüler kurzfristig seine Meinung, kann er jederzeit sein "Vorstudium" abbrechen und wieder hundertprozentig am Schulunterricht teilnehmen. "Die Schule geht immer vor", betont Reiner Höck. Beim Konzept der Schüler-Uni orientiert sich die RUB an Erfahrungen der Uni Köln, wo ein vergleichbares Projekt seit dem Jahre 2000 läuft. Dort wurde sogar ein Sponsor gefunden, der den Schülern die Kosten für Fahrt und Lehr-material erstattet. Die interessanteste Erkenntnis aus Köln lautet jedoch: Die Schüler schreiben bessere Klausuren als die Studierenden.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Roland A. Fischer, Prorektor für Lehre, Studium und Studienreform der RUB, NC2/70, Tel. 0234/32-24174, E-Mail: roland.fischer@ruhr-uni-bochum.de
Dipl.-Soz. Wiss. Reiner Höck, UV 3/379, Tel. 0234/32-23187, Fax: 0234/32-14504, E-Mail: reiner.hoeck@uv.ruhr-uni-bochum.de
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