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Dynamik der Wissenschaftsstadt Ulm ungebrochen

04.02.2011 - (idw) Universität Ulm

Ich bin überzeugt, dass die ungebrochene Dynamik der Entwicklung der Wissenschaftsstadt auch in Zukunft anhalten wird, sagte Universitätspräsident Professor Karl Joachim Ebeling am Freitag beim Festakt zum traditionellen Dies academicus der Uni. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Stadt und der ganzen Region, Ebeling zufolge auch bestätigt durch eine kürzlich veröffentlichte Studie, die Ulm hervorragende Zukunftschancen bescheinige. Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine ganze Reihe aktueller baulicher Aktivitäten auf dem Campus, für den Uni-Chef gewissermaßen ein Spiegelbild der großen Erfolge in Forschung und Lehre. Die überaus positive Entwicklung sieht der Universitätspräsident zudem belegt durch verschiedene eindrucksvolle Kennzahlen: Mit knapp 2000 Neueinschreibungen zum noch laufenden Wintersemester ein neuer Höchststand bei der Studienanfängerzahl etwa und erstmals mehr als 8000 Studierende insgesamt. Mit mehr als 70 Millionen Euro auf Rekordniveau liegen auch die Drittmitteleinnahmen des Vorjahres aus der Forschung, so Professor Ebeling weiter.
Konkrete Beispiele erfolgreicher Forschungsprojekte vermittelten die im Rahmen des Festakts verliehenen Auszeichnungen. Der mit insgesamt 8000 Euro dotierte Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft unter anderem, in den sich zwei vielversprechende Projekte teilten: Professor Volker Rasche, Physiker in der Inneren Medizin des Klinikums, der in Zusammenarbeit mit dem Bensheimer Unternehmen Sirona Dental Systems GmbH die Eignung der Magnetresonanztomographie für die Analyse von Kariesschäden erforscht und Professor Martin Eling, Direktor des Instituts für Versicherungswissenschaften, der sich mit mehreren Partnern mit den Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung von Mikroversicherungsmärkten in Entwicklungsländern beschäftigt.
Den mit 8000 Euro dotierten Franziska-Kolb-Preis für Leukämieforschung erhielt Dr. Daniel Nowak vom Universitätsklinikum Mannheim. Er hat mit Hilfe der innovativen DNA-Chip Technologie neue genetische Defekte bei Patienten mit fortgeschrittener chronischer myeloischer Leukämie identifiziert. Die Ergebnisse dieser Arbeit leisten einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Pathologenese dieser Leukämieform und sind wegweisend im Hinblick auf neue therapeutische Ansätze, wird die Auszeichnung begründet.
Mit dem Frauenförderpreis ausgezeichnet worden ist Dr. Mirjam Knörnschild (Institut für Experimentelle Ökologie). Die Biologin hat in ihrer Dissertation erstmals gezeigt, dass Fledermäuse komplizierte akustische Signale durch Imitation erlernen, das so genannte vokale Produktionslernen also, ein in der Natur recht seltener Vorgang. Untersucht hat sie die Entwicklung des Lautrepertoires am Beispiel der Saccopterys bilineata, der Sackflügelfledermaus. Das Preisgeld für die Wissenschaftlerin: 2500 Euro.
Eingangs hatten zwei neu an die Universität berufene Wissenschaftler mit Antrittsvorlesungen ihre Fachgebiete vorgestellt: Professor Maurits Ortmanns, Direktor des Instituts für Mikroelektronik, und Professor Wolfgang Rottbauer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II.
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