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Europäische Kommission bereitet Weg für ein einzigartiges, intelligentes Sicherheitssystem

08.08.2003 - (idw) CiS Institut für Mikrosensorik gGmbH

Durchbruch bei Hochsicherheitsanwendungen durch industrielle Bildverarbeitung.

Hochsicherheitseinrichtungen, wie Haftanstalten, Banken, Flughäfen, militärische Objekte, Museen oder Kunstgalerien können jetzt ihre Einbruchsicherheit verbessern. Ein einzigartiges System, welches von der Europäischen Kommission in einem Anwendungsprojekt entwickelt wurde, steht jetzt für den europäischen und Weltmarkt zur Verfügung.

Die Sicherheitslösung "FENCEGUARD" ist eine Kombination aus Bildverarbeitung und faseroptischen Kabeln. Anwender erhalten damit die Möglichkeit ihre Anlagen mit einem Sicherheitssystem zu schützen, das über eine "eingebaute Intelligenz" verfügt. Diese Intelligenz kann den Unterschied zwischen einem echten Einbrecher und einem Fehlalarm erlernen.

FENCEGUARD ist in das Europäische Projekt EUTIST-IMV eingebunden, welches die Adoption von Bildverarbeitungstechnologien in neue Anwendungsbereiche unterstützt. Das System wurde erfolgreich in einem großen europäischen Sprengstoffwerk getestet, weitere Tests in Ungarn und Finnland folgten.
Der Öffentlichkeit wird es weltweit erstmalig im nächsten Monat auf der "Automatioo" präsentiert, Nordeuropas führender Automatisierungsfachmesse im finnischen Helsinki (9.-11. Sept. 2003).

"Die Integration von faseroptischen Komponenten gibt der Sicherheitstechnik eine neue Dynamik," sagt FENCEGUARD-Projektleiter Raimo Mattila.

"Unsere Pilotinstallationen haben bewiesen, daß mit diesem System, welches aus seinen Erfahrungen selbst lernt, Fehlalarmierungen drastisch reduziert werden können. In einer Zeit, in der die Welt versucht ein Höchstmaß an Sicherheit zu erreichen, hebt FENCEGUARD diese Aspekte auf ein vollkommen neues Niveau."

FENCEGUARD ist so empfindlich, daß es auch unter Zementboden, unter Straßen oder in Wänden noch korrekt detektieren kann. Optische Fasern sind außerdem bedeutend schwieriger zu erkennen, als Infrarotstrahlen oder die noch offensichtlichere Anwesenheit von Sicherheitskameras.

FENCEGUARD ist eins von 23 Pilotvorhaben, welche von der Europäischen Kommission unterstützt wurden, um den Einsatz industrieller Bildverarbeitung zu beschleunigen. Es wurde von den Firmen Multitec Ltd. und CCD Photonics Ltd. aus Finnland und Electro-Technic aus Ungarn entwickelt.

Mit FENCEGUARD, wird ein faseroptisches Kabel als Teil eines Zaunes installiert oder im Untergrund verlegt. Licht wird durch das Kabel geleitet und ein Sensor am Ende des Kabels eingesetzt, um ein Bild zu erzeugen. Wenn das Kabel berührt oder durch eine Bewegung beeinflußt wird, ändert sich das Bild und ein gewaltsames Eindringen wird erkannt. Das kognitive Element des Systems besitzt dabei die Intelligenz, zwischen einem echten Eindringling und einem Fehlalarm zu unterscheiden.

"FENCEGUARD ist eine spannende Anwendung der industriellen Bildverarbeitung - besonders in diesen sicherheitsempfindlichen Zeiten, in denen wir heute leben," sagt Dr. Dietmar Starke, technischer Koordinator des EUTIST-Projektes in Deutschland.

"Der Erfolg der durchgeführten Tests hat uns sehr ermutigt, unseren eingeschlagenen Weg fortzusetzen und ich bin sicher, daß wir auf der Automatioo 2003 sehr viele Interessenten finden werden".

ENDE


Für weitere Informationen oder Interviewanfragen kontaktieren Sie bitte:

Dr. Dietmar Starke
EUTIST-IMV
CiS Institut für Mikrosensorik gGmbH
Tel: +49 (0) 361 663 14 74
Email: dstarke@cismst.de


Nützliche Homepages:
EUTIST: http://www.eutist-imv.com
CiS: http://www.cis-activities-europe.de


Anmerkungen für die Redaktion:
Das europäische Clusterprojekt EUTIST-IMV umfaßt insgesamt 23 Pilotvorhaben die auf unterschiedliche Anwendungen und Branchen abzielen. Die Anwendungen schließen die automatische Inspektion sowie Mess- und Regelungstechnik ein. Europaweit gibt es über 70 Unternehmen, die an diesen Projekten beteiligt sind. Diese Firmen präsentieren verschiedene Bereiche der Industrie, so die Papierherstellung, die Elektronik-, Lebensmittel-, Textil- und Holzindustrie. Mehr Informationen zu den einzelnen Projekten des Clusters "European Take-up of Essential Information Society Technologies - Integrated Machine Vision (EUTIST-IMV)", finden Sie unter www.eutist-imv.com.


Eine typische Machine Vision Installation besteht aus einer Vorrichtung, um ein Bild aufzunehmen (normalerweise eine digitale Kamera), einen Computer zum Verarbeiten des Bildes und einer geeigneten Beleuchtung. Die Bildverarbeitung mittels Computer nennt man Machine Vision. Bis vor kurzem ist Machine Vision für viele als Nischen-Anwendung zu kostspielig gewesen. Das änderte sich schnell aufgrund der fallenden Kosten für die Komponenten, wie Kameras und Beleuchtung und die zunehmende Bereitstellung der preiswerten und leistungsfähigen Computer.
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