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Zwei Preisträger der Jahrestagung der DGTHG kommen aus Leipzig

16.02.2011 - (idw) Herzzentrum Leipzig GmbH, Universitätsklinik

Anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) wurden am heutigen Tag gleich zwei Mitarbeiter der Herzchirurgie aus dem Herzzentrum Leipzig ausgezeichnet. Herr Professor Stefan Dhein, Leiter des Forschungslabors der Klinik für Herzchirurgie, erhielt den mit 1.000 dotierten Hans-Georg-Borst-Preis und Herr Dr. Maximilian Lühr, Assistenzarzt der Klinik für Herzchirurgie, freute sich über den ebenfalls mit 1.000 dotierten Nachwuchsförderpreis.

Hans Georg Borst, ein in München geborener Chirurg, leistete bedeutende Beiträge zur Entwicklung von Herzklappen-, Kinderherz- und Koronarchirurgie. Er führte im Jahr 1987 die erste kombinierte Herz-Lungentransplantation im deutschen Sprachraum durch. Der nach ihm benannte Preis der DGTHG ehrt das am besten bewertete Abstrakt des aktuellen Jahrgangs. Herr Prof. Dhein bekam diese Auszeichnung für seine Untersuchungen über die Umbauprozesse im Herzen beim chronischen Vorhofflimmern. Dabei konnte gezeigt werden, dass das Vorhofflimmern zu einer Umstrukturierung der elektrischen Kontakte der Vorhofzellen untereinander führt, mit der Folge, dass die elektrische Erregung nicht mehr gerichtet entlang der Zellen sondern auch vermehrt quer dazu verläuft. Weiter zeigten die Forscher, dass dies offenbar zumindest teilweise durch Medikamente günstig beeinflusst werden kann.

Experimentelle und klinisch relevante Promotionsarbeiten auf dem Gesamtgebiet der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie honoriert alljährlich der Nachwuchsförderpreis. Er richtet sich an europäische Medizinstudenten oder junge Assistenten in Weiterbildung, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Herr Dr. Lühr promovierte im letzten Jahr mit summa cum laude und bekam den Preis für seine Promotionsarbeit mit dem Titel "Antegrade selektive zerebrale Perfusion bei moderater Hypothermie von 28°C - Wie sicher ist das Rückenmark?". Dr. Lühr untersuchte unter der Leitung von Prof. Randall B. Griepp und Ass. Prof. Christian D. Etz, im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an der Mount Sinai School of Medicine in New York, USA, die Auswirkungen von moderater Temperatur und verlängerter Operationsdauer bei herzchirurgischen Eingriffen am Aortenbogen zur Verhinderung von postoperativen Querschnittslähmungen im Tierversuch.

Beide Preisträger nahmen die Ehrungen im Rahmen der 40. Jahrestagung der DGTHG persönlich entgegen. Sie sehen darin für Ihre und die Arbeit Ihrer Kollegen am Herzzentrum Leipzig eine Bestätigung bzw. Ehrung. Gleichzeitig verstehen wir es auch als Auftrag, diese patientenorientierte Forschung weiterzuführen. Auch künftig sollen Medikamente genauso wie operative und interventionelle Behandlungsverfahren untersucht werden, denn Forschung ist die Basis für die Weiterentwicklung von neuen Therapien und Techniken in der Medizin., so Prof. Dhein.
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