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LMU schickt drei neue Graduiertenschulen und ein Exzellenzcluster in der Endrunde

02.03.2011 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

Am heutigen Mittwoch hat die Gemeinsame Kommission von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat bekannt gegeben, welche neuen Projekte in der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder die Endrunde erreicht haben: Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München wird drei Graduiertenschulen in den Bereichen Altertumsforschung, Biosysteme und Osteuropastudien (gemeinsam mit der Universität Regensburg) sowie ein Exzellenzcluster für Systemneurologie ins Rennen schicken. In der aktuellen Programmphase wurden nur Neuanträge begutachtet. Die LMU wird im September zudem die Fortsetzungsanträge für ihre bereits bestehenden Exzellenzprojekte stellen.

Wir freuen uns mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der LMU, die so erfolgreiche Antragsskizzen entwickelt haben und werden sie in den nächsten Antragsmonaten weiter unterstützen, sagt LMU-Präsident Professor Bernd Huber. Wir haben jetzt in der zweiten Phase des Exzellenzwettbewerbs eine erste wichtige Hürde genommen, sind uns aber des schärfer werdenden Wettbewerbs sehr wohl bewusst.

Graduiertenschulen

Distant Worlds: Munich Graduate School for Ancient Studies

Die Munich Graduate School for Ancient Studies will die grundlegenden Prinzipien aufdecken, nach denen antike Kulturen funktionieren. Die Graduate School vereint das breite Spektrum von altertumswissenschaftlichen Disziplinen an der LMU von der Vor- und Frühgeschichte bis hin zu Indologie und Sinologie, die schon im Münchner Zentrum für antike Welten (MZAW) zusammengefasst sind. Dazu kommen die altertumswissenschaftlichen Einrichtungen am Standort München wie z.B. die Staatlichen Sammlungen.

Graduate School of Quantitative Biosciences Munich (QBM)

Die molekularen Biowissenschaften machen einen tief greifenden Wandel durch weg von der isolierten Betrachtung einzelner Komponenten, beispielsweise Gene oder Eiweiße, hin zur Analyse großer molekularer Maschinen und zellulärer Signalwege. Das erklärte Ziel ist es, biologische Systeme in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Die geplante Graduate School soll Doktoranden in diesen modernen quantitativen Biowissenschaften ausbilden, die an der LMU Biochemiker, Strukturbiologen, Genetiker, Mediziner, Biophysiker, Chemiker, Statistiker, Bioinformatiker, Theoretische Physiker und Mathematiker vereint. Thematisch konzentriert sich die Graduate School auf das grundlegende biologische Problem der Genexpression in all ihren Facetten, ein Gebiet, in dem es an der LMU bereits eine breite Expertise gibt. An dem Verbund beteiligen sich auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biochemie und des Helmholtz-Zentrums München.

Graduate School for Eastern and South Eastern European Studies (gemeinsame Sprecherschaft mit der Universität Regensburg)

An dem Vorhaben sind die beiden Sprecheruniversitäten LMU München und Universität Regensburg beteiligt, die beide bereits über Schwerpunkte in den Ost- und Südosteuropastudien in Forschung und Lehre verfügen. Die geplante Graduiertenschule fühlt sich einer integrierten Regionalwissenschaft verpflichtet. So werden die Beziehungen und Verflechtungen des östlichen und südöstlichen Europas mit anderen Weltregionen einen Schwerpunkt bilden. Damit sollen neben Fachbereichen wie der Slawistik, der Geschichtswissenschaft und Linguistik auch Area Studies einbezogen werden, darunter die Sinologie, Japanologie, Turkologie und die Nordamerikastudien.

Exzellenzcluster

Munich Cluster for Systems Neurology (SyNergy)

Systemneurologie ist ein neues Forschungsfeld, das sich dem Zusammenspiel verschiedener pathologischer Mechanismen bei der Entstehung neurologischer Erkrankungen widmet. Der geplante Cluster wählt deshalb einen integrativen Forschungsansatz; traditionellerweise werden neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, neuroinflammatorische Erkrankungen und neurovaskuläre Erkrankungen wie der Schlaganfall in der Wissenschaft meist getrennt untersucht. Die interdisziplinäre Zusammenschau aber verspricht enorme Erkenntnisgewinne in wichtigen Fragen: Wie wirken Entzündungsreaktionen auf neurodegenerative Prozesse ein? Wie beeinflussen sich mikrovaskuläre und degenerative Schädigungsmechanismen wechselseitig? Der Cluster soll Forscher aus Molekularbiologie, Medizin, Neurowissenschaften, Genetik, Bioinformatik und Systembiologie vereinen. Beteiligt sind neben Einrichtungen der LMU Institute und Kliniken der TU München, die Max-Planck-Institute für Biochemie, Neurobiologie und Psychiatrie sowie des Helmholtz-Zentrums München und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) München und verschiedene Industriepartner.


Weitere Informationen unter: www.lmu.de/excellent/info

Weitere Informationen zur 2. Programmphase der Exzellenzinitiative: http://www.dfg.de
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