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Der Prof im Klassenzimmer

03.03.2011 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Forschungsbörse vermittelt Gesundheitsforscher in die Schulen /
Schavan: Kinder und Jugendliche für Wissenschaft begeistern

Biologie muss nicht immer nur der Lehrer erklären. Schülerinnen und Schüler können sich ab sofort Spitzenleute aus der Gesundheitsforschung direkt ins Klassenzimmer holen. Möglich macht das die Forschungsbörse, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr Forschung für unsere Gesundheit fördert. Interessierte Lehrer können ab Freitag über die Website www.forschungsboerse.de Wissenschaftler aus ihrer Region in den Unterricht einladen. 60 Gesundheitsforscher haben sich für die Kontaktplattform schon gemeldet die Tendenz ist steigend.

Forscher im Klassenzimmer können Kinder und Jugendliche hervorragend für ihr Fach begeistern, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin. Die Schüler haben dabei zudem die Chance, Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Und sie können die Antworten mit den Forschern diskutieren. Nach den Worten der Ministerin ist es ein zentrales Ziel der Wissenschaftsjahre des BMBF, zu wichtigen und strittigen Themen Debatten anzustoßen.

Bereits im vergangenen Wissenschaftsjahr hat sich Idee bewährt, Wissenschaftler bundesweit in die Klassenzimmer zu holen. Gestartet war die Forschungsbörse im Wissenschaftsjahr 2010 mit Experten aus der Energieforschung. Diese Forscher können dort auch weiterhin kontaktiert werden. Es funktioniert ganz einfach: Lehrende können auf www.forschungsbörse.de die Fachkräfte aus Wissenschaft, Forschung und Praxis online buchen und zwar passgenau nach Fachgebiet und Region. Termine werden über die Website vermittelt. Zentrale Themen sind unter anderem Genetik, Ernährung, Bewegung, seelische Gesundheit und Krebs.

Die Expertinnen und Experten geben auch über ihre ganz persönlichen Beweggründe Auskunft. Zum Beispiel Simone Fulda, Professorin an der Universität Frankfurt am Main, die bösartige Tumore untersucht, die bereits im Kindesalter entstehen. Die gebürtige Kölnerin wollte schon als junges Mädchen Forscherin werden: Bereits in der Schule wollte ich den Dingen auf den Grund gehen, berichtet sie. Nun freut sie sich darauf, die Begeisterung für ihre Arbeit mit Schülerinnen und Schülern zu teilen.

Auch Prof. John-Dylan Haynes, Hirnforscher am Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin, hat schon als junger Mensch seine Leidenschaft für naturwissenschaftliche Abläufe entdeckt. Ich wollte immer wissen, wie das Gehirn arbeitet, sagt Haynes. Und heute arbeiten wir daran, dem Gehirn beim Denken zuzuschauen.

Mit Fragen zur Versorgungsforschung beschäftigt sich Prof. Wolfgang Hoffmann vom Institut für Community Medicine der Universität Greifswald: Wir arbeiten an Konzepten für die Lebensgestaltung einer wachsenden Zahl von älteren Menschen, sagt Hoffmann. Wenn auf dem Land kaum noch Hausärzte zu finden sind, kann die Telemedizin eine große Hilfe sein.

Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung finden Sie unter www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bei der Börse mitmachen möchten, können sich unter www.forschungsboerse.de registrieren. Bei Fragen zur Forschungsbörse wenden Sie sich bitte an:

Alexandra Therése Gottschalk, Büro Wissenschaftsjahre, Tel.: 030 67055-782, E-Mail: forschungsboerse@dlr.de.
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