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Die Katastrophe als Skandal - wie Gesellschaft und Medien mit Tragödien umgehen

11.03.2011 - (idw) Leipzig School of Media gGmbH

Am 11. März jährt sich der Amoklauf von Winnenden zum zweiten Mal. Anlässlich der Vorstellung des Buchs Winnenden. Ein Amoklauf und seine Folgen von Jochen Kalka lädt die LSoM am Freitag, den 18. März um 17 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit dem Autor auf ihren Mediencampus ein.
Mit dem Autor diskutieren:
* Uwe-Karsten Heye, ehemaliger Sprecher der Bundesregierung, Autor des Buchs zum ZDF-Zweiteiler Schicksalsjahre
* Thomas Schmid, Herausgeber Die Welt
* Gita Datta, für ihre Winnenden-Berichterstattung preisgekrönte Mitarbeiterin des NDR-Medienmagazins ZAPP
Moderation: Michael Geffken Direktor und Geschäftsführer der LSoM Die Katastrophe als Skandal -
wie Gesellschaft und Medien mit Tragödien umgehen

Podiumsdiskussion auf dem Mediencampus der LSoM
anlässlich der Buchvorstellung "Winnenden. Ein Amoklauf und seine Folgen"

Leipzig, 10.03.2011 Am 11. März jährt sich der Amoklauf von Winnenden zum zweiten Mal. Anlässlich der Vorstellung des Buchs Winnenden. Ein Amoklauf und seine Folgen von Jochen Kalka lädt die Leipzig School of Media am Freitag, den 18. März um 17 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit dem Autor auf ihren Mediencampus ein.

Ein Journalist rechnet ab. So betitelt der Stern seine Besprechung des Kalka-Buchs. Tatsächlich kritisiert der Autor das Vorgehen der Medien scharf, die sich nach den Morden gegenüber den Betroffenen in beispielsloser Form aufdringlich verhalten hätten. Außerdem seien sie auf unverantwortliche Weise vom Täter fasziniert gewesen. Von 129 Beschwerden beim Deutschen Presserat innerhalb des Jahres 2009 gingen allein 47 auf die Berichterstattung zu Winnenden zurück.

Der renommierte Journalist Jochen Kalka, Chefredakteur der Fachzeitschrift Werben & Verkaufen, lebt mit seiner Familie in Winnenden. Als Vater zweier Töchter ist er indirekt betroffen von der Tat. Ihm gelingt es, schreibt eine Kritikerin, mit seinen authentischen Schilderungen der Ereignisse den Leser aufzuwühlen und zum Nachdenken anzuregen.

Doch es gibt auch Kritik: Auch hier ist ein Journalist am Werk, auch Kalkas Buch wird mit seinem Erscheinungstermin pünktlich zum zweiten Jahrestag des Massakers und der medialen Aufmerksamkeit profitieren, so ein Rezensent.

Die Leipzig School of Media stellt das Buch und seine Kernaussagen vor und versucht, in der anschließenden Diskussionsrunde die Rolle der Medien bei Unglücksfällen und Katastrophen zu hinterfragen. Medienethische Fragestellungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Studiengänge der School, die in ihren Veranstaltungen regelmäßig aktuelle Probleme der Medienentwicklung aufgreift.

Mit dem Autor Dr. Jochen Kalka diskutieren auf dem Mediencampus der LSoM:

* Uwe-Karsten Heye, ehemaliger Sprecher der Bundesregierung, Autor des Buchs zum ZDF-Zweiteiler Schicksalsjahre
* Thomas Schmid, Herausgeber Die Welt
* Gita Datta, für ihre Winnenden-Berichterstattung preisgekrönte Mitarbeiterin des NDR-Medienmagazins ZAPP

Moderation: Michael Geffken Direktor und Geschäftsführer der Leipzig School of Media



Ort: Mediencampus Poetenweg 28, 04155 Leipzig

Termin: 18. März, 17 Uhr

Eintritt frei

Die Leipzig School of Media zählt zu den führenden akademischen Weiterbildungseinrichtungen Deutschlands im crossmedialen Bereich. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig und wird in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur betrieben.
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