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Sportministerin Kramp-Karrenbauer eröffnet Training zu Saarlands größter Gesundheitssportstudie

15.03.2011 - (idw) Universität des Saarlandes

Gemeinsame Pressemitteilung der Universität des Saarlandes und des saarländischen Ministeriums für Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport

Trainings-Auftakt mit der Ministerin
am Mittwoch, dem 16. März 2011, um 16 Uhr
am Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes, Gebäude B8 2

Journalisten sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen. Das Saarland trainiert sich gesund unter diesem Motto startet am kommenden Mittwoch eine der weltweit größten kontrollierten wissenschaftlichen Studien zum Gesundheitssport. Für rund 200 Testpersonen, die sich im Vorfeld für die Studie angemeldet haben, beginnt dann das Sportprogramm. Beim Auftakt der Studie ist auch die saarländische Ministerin für Prävention und Sport, Annegret Kramp-Karrenbauer, ab 16 Uhr anwesend. Durchgeführt wird die so genannte Saarländische Ausdauer-Etappe Sause vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes. Der Ärztliche Direktor, Professor Tim Meyer, beantwortet während des Trainings Fragen zu dem Projekt.

Bewegungsarmut ist eine der wesentlichsten Ursachen verschiedener Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dass Sport bei untrainierten Menschen die Risikofaktoren positiv beeinflusst und auch die Sterblichkeit herabsetzt, wurde durch verschiedene Beobachtungsstudien bereits belegt. Nun wollen Professor Tim Meyer und sein Team vom Institut für Sport- und Präventivmedizin herausfinden, wie die sportliche Aktivität gestaltet sein sollte, um möglichst günstige Effekte hervorzurufen. Mit Hilfe der Trainingsstudie Sause soll eine Aussage über das optimale Training für einzelne Menschen getroffen werden, die ihre individuellen Eigenschaften wie beispielsweise Alter, Geschlecht und Risikofaktoren berücksichtigt, erklärt Professor Meyer. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte: Mir als Sportministerin liegt die Fitness und Gesundheit der Saarländerinnen und Saarländer sehr am Herzen. Falsches Training, ohne eine realistische Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, kann jedoch die Gesundheit gefährden. Die Sause-Studie trägt dazu bei, unter Berücksichtigung individueller körperlicher Eigenschaften, die optimalen Trainingsmethoden zu ermitteln. Dies unterstütze ich gerne.

An der größten saarländischen Studie zum Gesundheitssport nehmen rund 200 Menschen teil, die vorher keinen oder sehr wenig Sport getrieben haben. Sie probieren nun ab Mittwoch ein halbes Jahr lang drei Mal pro Woche verschiedene Trainingsprogramme aus, deren Vorgaben auf einem Eingangstest basieren. Bei diesem Test haben Professor Meyer und seine Mitarbeiter die Teilnehmer zunächst ärztlich untersucht, dazu gehörten unter anderem ein Bluttest und ein Belastungs-EKG auf dem Laufband. Dann wurden die Teilnehmer in vier verschiedene Gruppen eingeteilt. Dabei absolviert ein Teil der Probanden ein Lauf-Ausdauertraining, entweder nach der Dauermethode (ähnlich dem typischen Waldlauf) oder nach der Intervallmethode (kürzere, aber intensivere Laufstrecken), eine dritte Gruppe macht Kraftausdauertraining. Ein Viertel der Teilnehmer wurde in eine Kontrollgruppe gelost und führt für sechs Monate die bisherige Lebensweise fort.

Während der Studie untersuchen wir die Effekte der drei verschiedenen Trainingsmethoden auf die Gesundheit. Dazu messen wir beispielsweise die maximale Sauerstoffaufnahme, den Ruhe-Blutdruck und die Blut-Fette, so Tim Meyer. Auch die Teilnehmer der Kontrollgruppe müssen nicht ganz auf Sport verzichten: Sie können nach dem Ablauf der sechs Monate ebenfalls an einem der Trainingsprogramme teilnehmen.


Kontakt:
Prof. Dr. Tim Meyer
Tel. 0681/302-70400
E-Mail: tim.meyer@mx.uni-saarland.de

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern und Studenten der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-4022) richten. Weitere Informationen: http://www.sportmedizin-saarbruecken.de
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