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Nach zwei Jahren internationaler Forschung zurück am DSM

30.05.2002 - (idw) Deutsches Schiffahrtsmuseum

Forschungs- und Ausstellungsabteilung "Fischerei" seit dem 15. Mai 2002 wieder unter Leitung von Dr. Ingo Heidbrink - Deutsches Schiffahrtsmuseum bildet Schnittstelle zwischen der deutschen und internationalen fischereihistorischen Forschung

Presse-Info Nr. 09/02 vom 30.05.2002

Unmittelbar nach der Fertigstellung der Abteilung "Fischerei" im Erweiterungsbau des Deutschen Schiffahrtsmuseums (DSM) in Bremerhaven im Jahr 2000 wurde Dr. Ingo Heidbrink als Research-Fellow an das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) in Delmenhorst berufen. Das HWK bietet als Spitzenforschungseinrichtung in der nordwestdeutschen Forschungslandschaft Forschern und besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, in Kooperation mit den Universitäten Bremen und Oldenburg herausragende Forschungsprojekte weitgehend ohne anderweitige Verpflichtungen in der besonderen Umgebung eines international geprägten Wissenschaftskollegs durchzuführen.

Mit dem Ruf Dr. Heidbrinks erfuhr die vorangegangene Forschung zur Fischereigeschichte am DSM besondere Anerkennung. Durch die besondere Art der Förderung der fischereihistorischen Forschung am HWK wurde es Dr. Heidbrink im Rahmen seines Forschungsprojekts "Der Strukturwandel der Fischereistandorte an der Nordseeküste als Folge der Nationalisierung der Nutzungsmöglichkeiten des Nordatlantiks nach dem Zweiten Weltkrieg" ermöglicht, internationale Archive auszuwerten, so im Rahmen eines Gastaufenthalts am Icelandic Research Centre for Fisheries History in Reykjavík und in der Maritime Studies Research Unit an der Memorial University of Newfoundland in St. John's. Daneben gelang Dr. Heidbrink die Einbindung der fischereihistorischen Forschung in Deutschland in die internationale Wissenschaftsgemeinschaft der North Atlantic Fisheries Association (NAFHA), in deren Editorial Committee Dr. Ingo Heidbrink während der 6th NAFHA-Conference auf Grönland berufen wurde.

Während des Projekts am HWK wurde die Kooperation mit der Universität Bremen intensiviert, da Dr. Heidbrink zugleich eine Post-Doc-Stelle im interdisziplinären Doktorandenkolleg "Lebensraum Nordseeküste" bekleidete, wodurch die Grundlage für eine kontinuierliche fischereihistorische Lehre an der Universität Bremen geschaffen wurde. Aufgrund der räumlichen Nähe zwischen HWK und DSM war es Dr. Heidbrink außerdem in begrenztem Umfang möglich, seine Arbeiten am DSM durch gutachterliche Aufgaben, Betreuung des Arbeitskreises "Geschichte der deutschen Hochseefischerei", Vertretung der deutschen Museumsschifffahrt auf dem UNESCO-Workshop "Wooden Heritage of the Boat" in Dubrovnik im Jahr 2000 und durch Einladung zum Symposium "Restoration of Steel Ships" durch das National Research Institute for Cultural Properties, Tokyo, als Leiter der europäischen Delegation fortzuführen.

Mit Abschluss des bedeutenden Forschungsprojekts, dessen Ergebnisse voraussichtlich 2003 in den wissenschaftlichen "Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums" publiziert werden, und Anerkennung seiner Person als dem führenden Experten zur deutschen Fischereigeschichte bringt Dr. Heidbrink ideale Voraussetzungen zur Fortführung der Arbeiten am DSM mit. Die Integration der Forschungsergebnisse der letzten zwei Jahre in die Ausstellung des DSM stellt für ihn eine besondere Herausforderung dar. Zugleich soll die Kooperation mit der Universität Bremen ausgebaut werden, durch Fortführung der Betreuung des Doktorandenkollegs und weiterer schifffahrts- und fischereihistorischer Lehrveranstaltungen. Auch das nächste internationale Projekt ist bereits in Vorbereitung: Ein deutsch-isländisches Symposium zur Fischereigeschichte in Reykjavík im September 2002, auf dem auch das vom Arbeitskreis "Geschichte der deutschen Hochseefischerei" am DSM initiierte Projekt "Ein Gedenkstein in Vík auf Island" Thema sein wird. Daneben soll die Zusammenarbeit mit der Universität Grönland ebenso intensiviert werden wie die Kontakte nach Japan.

Nicht zuletzt durch die Forschung am Hanse-Wissenschaftskolleg hat sich die fischereihistorische Forschung in Deutschland in die Weltspitze eingereiht. Das DSM bildet heute somit die Schnittstelle zwischen der deutschen und internationalen fischereihistorischen Forschung, die sich mit der Rückkehr von Dr. Ingo Heidbrink weiter am DSM fokussieren wird.

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