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Vom Jurastudenten zum Kult-Moderator01.04.2011 - (idw) Business and Information Technology School
Im Rahmen des Semestereinstands des Fachbereichs Media & Kommunikation der privaten Hochschule BiTS freute sich Dekan Prof. Dr. Roland Schröder, den bekannten Fußball-Moderator Manni Breuckmann begrüßen zu dürfen.
In seinem Vortrag Toooor auf Schalke! - Bericht aus dem Innenleben einer atypischen Medienkarriere" referierte Breuckmann am 30. März über seinen Werdegang als Fußball-Moderator und dem Wandel der Fußballbericht-Erstattung.
Fußball ist mein Leben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Moderator schon während seines Jurastudiums und seiner späteren Arbeit beim Bundespresseamt nebenbei im Radio Fußballspiele kommentierte. Waren es Anfang der 70er Jahre noch Regionalspiele, die er vom Spielfeldrand übertrug, berichtete er 1982 schon von der Fußball-Weltmeisterschaft in Spanien.
Ein Karriereverlauf, wie ihn der Fußball-Reporter erlebt hat, wäre heute nicht mehr möglich. So berichtete er den Studenten der BiTS, dass sein Bewerbungsprozess für eine Festanstellung beim WDR lediglich aus einer 5-minütigen Live-Reportage bestanden hätte. Eine anschließende Ausbildung hätte es beim WDR nicht gegeben. Man wurde einfach ins kalte Wasser geschmissen und musste schauen, wie man zurechtkommt.
Auch die Art der Berichtserstattung hat sich geändert. Während früher überwiegend wichtige Ereignisse kommuniziert wurden, wird im Zeitalter des Internets jede Kleinigkeit zu einem Weltereignis aufgebläht und medial ausgeschlachtet. Die Sportwebseiten müssen stündlich mit Input gefüttert werden, was zwangsläufig zu einem Verfall der Nachrichten-Wertigkeit führe.
Generell habe sich natürlich auch das Fußballgeschäft verändert. So ist Fußball längst zum Show-Business geworden. Es zählt nicht mehr alleine das 90-minütige Geschehen auf dem Platz, sondern vielmehr das Drumherum. Wie sich das mediale Interesse am Fußball intensiviert hat, zeigen auch die Fernsehgelder, die sich von 1965 bis heute von rund 650.000 EUR auf fast 300.000.000 EUR vervielfacht haben.
Abschließend erklärte Breuckmann den Studierenden, dass trotz des Wandels die Grundvoraussetzungen wie eine schnelle Auffassungsgabe oder neutrale Berichtserstattung weiterhin sehr wichtig für die journalistische Arbeit seien.
In der anschließenden Fragerunde gab Manni Breuckmann dann noch eine geheime Information zum kommenden Bundesliga-Meister preis: Dortmund wird Meister, weil Leverkusen bisher immer Vizemeister wurde.
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