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THINK: Für Wirtschaft und Wissenschaft ein Erfolgsmodell der Hochschule Osnabrück

18.04.2011 - (idw) Hochschule Osnabrück

Lingener Forschungsprojekt verbindet Betriebswirtschaftslehre und Theaterpädagogik Das Forschungsprojekt THINK (Theatrale Intervention im Innovations- und Kooperationsmanagement) am Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück wird im Mai 2011 nach drei Jahren abgeschlossen werden. Vor rund 120 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft präsentierten Projektleiterin Eva Renvert, Prof. Dr. Bernd Ruping und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer am Standort Lingen das Projekt.

In dem Forschungsprojekt haben das Institut für Theaterpädagogik und die Berufsakademie Emsland (BA) gemeinsam ein Modell entwickelt, das mit Theatermitteln Unternehmensprozesse und Veränderungspotentiale sichtbar macht. Die Theaterpädagogik gießt soziale und asoziale Verhaltensweisen zusammen mit dem betrieblichen Personal in Theaterszenen und gibt so sinnliche Impulse für eine Auseinandersetzung damit. Der betriebswirtschaftliche Ansatz liefert ein Analysemodell, das auf die Theaterszenen angewendet wird, um Mitarbeitertypen und Verhaltensmuster zu erfassen. Dabei decken die Wissenschaftler Verhaltensweisen und Wirkungszusammenhänge auf, die Innovationen und Kooperationen behindern können. In der künftigen Fakultät für Management, Kultur und Technik der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen ist ein interdisziplinärer Masterstudiengang Führung und Organisation geplant. In Österreich soll mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die Theatrale Organisationsforschung im Kunst- und Kulturunterricht sowie in der betrieblichen und berufsschulischen Ausbildung verankert werden.

Inzwischen überzeugt der vielschichtige Forschungsansatz die regionalen Wirtschaftspartner emco Bad, Hermann Jansen GmbH & Co. KG, GE Wind Energy GmbH Salzbergen und BP Lingen ebenso wie Führungskräfte internationaler Unternehmen. So integriert die Vaillant Group theatrale Methoden in die Personalentwicklung mit Führungskräften, wie Personalleiter Bernd-Johannes Dziwis erläutert. Führungskräfte müssten Spaß an der Arbeit mit Menschen haben, sich kritischen Fragen und Konflikten in verschiedenen Rollen und Situationen stellen und charakterlich stark genug sein, eine Führungsrolle auch abgeben zu können. Hätten wir vor 20 Jahren Veränderungsprozesse auf einer Bühne produziert, wären manche leichter gefallen, betont Dziwis. Weitere Informationen: http://www.forschungsprojekt-think.de
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