Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 23. Mai 2013 

Empfehlungen für verbessertes Monitoring gentechnisch veränderter Organismen

21.04.2011 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Gemeinsames Grundsatzpapier zum Monitoring der Umweltwirkungen von gentechnisch veränderter Organismen (GVO) Bonn, 21. April 2011: In einem gemeinsamen Grundsatzpapier des deutschen Bundesamtes für Naturschutz (BfN), des österreichischen Umweltbundesamtes und des schweizerischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) werden wesentliche Eck-punkte und Anforderungen für ein Monitoring von gentechnisch veränderten Orga-nismen (GVO) dargelegt. Das Grundsatzpapier Monitoring of genetically modified organisms gibt Anregungen, wie das Monitoring der Umweltauswirkungen von gen-technisch veränderten Pflanzen umzusetzen ist. Die Empfehlungen basieren auf der langjährigen Erfahrung der drei Institutionen mit Umweltmonitoring und der Beschäf-tigung mit der Konzeption für das Monitoring von gentechnisch veränderten Pflan-zen. Darüber hinaus berücksichtigen die Empfehlungen bislang wenig beachtete Aspekte zu Naturschutzfragen, die für ein geeignetes Monitoring der Umweltwirkun-gen gentechnisch veränderter Pflanzen von großer Bedeutung sind.

GVO-Monitoring auf dem Weg zu einheitlichen Standards
Ein sachgerechtes Monitoring, das den Anbau und die Verwendung von gentech-nisch veränderten Pflanzen begleitet, ist ein wesentliches Element der gesetzlichen Regelungen für die Zulassung und Vermarktung von gentechnisch veränderten Kul-turpflanzen. Zweck dieses verpflichtenden Monitorings ist es, mögliche schädliche Auswirkungen von GVO auf Natur und Umwelt zu erkennen und frühzeitig Gegen-maßnahmen zu ergreifen. Bislang fehlen dazu einheitliche Standards auf nationaler und europäischer Ebene.

Empfehlungen für verbessertes GVO-Monitoring
Das Grundsatzpapier leistet einen Beitrag dazu, einen für Europa notwendigen, ein-heitlichen Standard für das Monitoring von GVO zu schaffen. Wichtige Empfehlun-gen, um derzeitige Monitoringansätze zu verbessern, sind:

1) Ausweitung des Umfangs für das Monitoring, insbesondere zur Überprüfung der durchgeführten Risikoabschätzung
In Übereinstimmung mit den gesetzlichen Grundlagen sollte das vorgesehene GVO-Monitoring besser daraufhin ausgelegt werden, die Aussagekraft der vor der Zulassung durchgeführten Risikoabschätzung zu überprüfen. Dazu müss-te allerdings der Umfang des derzeit in Monitoringplänen vorgesehenen fall-spezifischen Monitorings deutlich erweitert werden. Zur Untersuchung von Fragestellungen zu Umweltauswirkungen von GVO sollten wissenschaftliche, wenn vorhanden auch standardisierte Methoden angewendet werden.
2) Bessere Evaluierung von bestehenden nationalen Monitoringsyste-men im Hinblick auf ihre Einbindung in das GVO-Monitoring
Die Einbindung von bestehenden Monitoringsystemen, z.B. von nationalen Programmen für das Biodiversitätsmonitoring ist zu begrüßen. Die Program-me müssen aber besser hinsichtlich ihrer jeweiligen Eignung in Bezug auf das GVO-Monitoring evaluiert werden. Sollten sie nicht geeignet sein, müssen sofern möglich - notwendige Anpassungen stattfinden, um die Eignung und Vollständigkeit der Beobachtung sicherzustellen oder es müssen ergänzende Monitoringmaßnahmen geplant werden.
3) Das Monitoring des Vorhandenseins von GVOs sollte ein wesentli-cher Eckpfeiler des europäischen GVO-Monitorings sein
Das Monitoring des Vorhandenseins von GVOs bzw. transgenen Produkten in der Umwelt muss ein wesentliches Element des europäischen GVO-Monitorings werden. Erst die Verfügbarkeit derartiger Daten erlaubt einen Rückschluss, ob Umwelteffekte mit der Anwendung von GVOs in Zusammen-hang stehen.

Das Grundsatzpapier Monitoring of genetically modified organisms finden Sie unter
http://www.bfn.de/10050.html?tx_ttnews=3848

uniprotokolle > Nachrichten > Empfehlungen für verbessertes Monitoring gentechnisch veränderter Organismen
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/215555/">Empfehlungen für verbessertes Monitoring gentechnisch veränderter Organismen </a>