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Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marianne Kneuer an Stiftung Universität Hildesheim berufen

03.05.2011 - (idw) Stiftung Universität Hildesheim

Die Stiftung Universität Hildesheim hat zum 1. Mai 2011 eine neue Professorin für Politikwissenschaft berufen. Prof. Dr. Marianne Kneuer wird Schwerpunkte in der Demokratie- und Europaforschung am Institut für Sozialwissenschaften setzen. Die Politikwissenschaftlerin erforscht zudem die Rolle des Internets und der neuen Kommunikationsmöglichkeiten in Demokratisierungsprozessen. Meine bisherigen Forschungsfelder Demokratisierung und Demokratie einerseits, Europaforschung andererseits werden auch die Schwerpunkte meiner Forschung und Lehre an der Stiftung Universität Hildesheim prägen, erklärt die Politikwissenschaftlerin und ergänzt: Die Ereignisse in Nordafrika und im Nahen Osten zeigen, dass Demokratisierung nicht nur ein weiterhin aktuelles Thema ist, sondern zudem eines, das aufs Engste mit internationalen Aspekten wie regionaler Stabilität, Sicherheit und Frieden, aber auch mit sehr individuellen Aspekten wie bessere Chancen auf soziale Gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben verbunden ist. Lehre und Forschung werden die vielfältigen Facetten von Entstehung, Stabilität und Qualität und Herausforderungen von Demokratien beleuchten, ebenso aber auch die von Autokratien; und zwar sowohl theoretisch als auch praktisch. Ich lege gerade im Hinblick auf die anwendungs- und berufsfeldorientierte Vermittlung in meinem Fach sehr viel Wert darauf, den Bogen zur praktischen Anwendung zu schlagen. So hängt mit dem Thema Demokratisierung ebenfalls die Frage nach der Förderung von Demokratie zusammen: Wann und wie können bzw. sollten externe Akteure wie die EU, die USA etc. von außen Demokratisierungen stützen?

Die aktuellen demokratischen Revolutionen deuten auch darauf hin, dass sich in den letzten Jahrzehnten die Mechanismen von Demokratisierungen verändert haben, so Kneuer. Das Internet hat eine erhebliche Rolle gespielt in Form von Blogging und Twittern; und zwar sowohl bei der Organisation der Aufstände als auch danach. Dieses Phänomen und seine Bedeutung für Demokratisierungsprozesse sind politikwissenschaftlich bislang kaum erforscht. Daher möchte ich hier ansetzen und sehe dazu ein Forschungsumfeld mit sehr guten Kooperationsmöglichkeiten an der Stiftung Universität Hildesheim, betont Kneuer.

Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich hob bei der Vereidigung besonders das neue Forschungsfeld Internet und Politik hervor: Hier bietet sich gerade für die Studierenden der Informationswissenschaft ein hervorragendes neues Studienangebot.

Kneuer lehrte zuletzt an der Katholischen Universität Eichstätt und hatte Vertretungsprofessuren in Erfurt, an der FernUniversität Hagen sowie an der TU Darmstadt inne.

Von 1994 bis 1998 gehörte Kneuer dem Planungsstab von Bundespräsident Herzog an. Davor war sie als Journalistin, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, tätig. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft und der Buchreihen Demokratiestudien. Demokratie und Demokratisierung in Theorie und Empirie sowie Staatlichkeit und Governance in Transformation. Zudem fungiert sie seit 2004 als Sprecherin des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) sowie seit 2005 als Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP). Weitere Informationen: http://www.uni-hildesheim.de - Informationen über die Stiftung Universität Hildesheim Anhang
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